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Nigel Farage: Seine Gegner haben sich zu früh gefreut Foto: picture alliance/ZUMA Press

Europaparlament
 

EU-Kritiker arbeiten an neuer Fraktion

BRÜSSEL. Die vom britischen EU-Kritiker Nigel Farage geführte Fraktion „Europa der Freiheit und der direkten Demokratie“ (EFDD) im Europaparlament muß sich doch nicht auflösen. Den Abgang der lettischen EU-Abgeordneten Iveta Grigule in der vergangenen Woche kompensierte die Fraktion mit dem bisher fraktionslosen polnischen Parlamentarier Robert Iwaszkiewicz.

Damit verfügt die Gruppe wieder, wie von der Parlamentsverwaltung vorgeschrieben, über Abgeordnete aus mindestens sieben EU-Staaten. Iwaszkiewicz, der Mitglied der libertär-konservativen Partei „Kongreß der Neuen Rechten“ ist, gab zwei Gründe für seine Entscheidung an: „Opposition gegen die EU-Bürokratie und Unterstützung für freie Märkte.“

Nach dem Ausscheiden von Grigule war es zu einem Streit zwischen den EU-Kritikern und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz (SPD) gekommen. Farage hatte dem SPD-Politiker vorgeworfen, die lettische Abgeordnete unter Druck gesetzt und ihr einen Posten als Delegationsleiterin angeboten zu haben, wenn sie die EFDD verlasse. Schulz wies die Vorwürfe zurück, räumte jedoch ein Gespräch mit Grigule einen Tag vor ihrem Abgang aus der Fraktion ein. (ho)

Nigel Farage: Seine Gegner haben sich zu früh gefreut Foto: picture alliance/ZUMA Press
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