BERLIN. Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr in Berlin hat sein Repertoire um türkische Klänge erweitert. Neben klassischer Militärmusik werden dort nun auch orientalische Stücke mit dem Saiteninstrument Baglama und der Kistentrommel Cajon gespielt.
Die Instrumente sollen eine andere Klangwelt in die Bundeswehrmusik bringen. Die Stücke sind nach Angaben der Musiker aber nicht für Märsche geeignet, sondern für Auftritte außerhalb des klassischen militärischen Rahmens.
Die Bundeswehr im „Hier und Jetzt“
Die beiden Soldaten hinter den neuen Tönen sind Stabsunteroffizier Ali Eba Balli und der Oberstabsgefreite Jan-Ole Meyerdierks. Balli beherrscht die Baglama. Meyerdierks begleitet ihn auf der Cajon. Das Duo trat unter anderem bereits im Berliner Dom auf. Türkische Musik handle oft von Liebe, Natur, Schmerz und Freude, erklärt Balli dem Tagesspiegel.

Laut Balli wurde er vor einigen Jahren vom Leiter des Stabsmusikkorps, Oberstleutnant Reinhard Kiauka, gebeten, mit der Baglama zu spielen. Das Instrument war zuvor im Musikkorps nicht üblich. Meyerdierks sprach indes von einem deutlichen Unterschied zur klassischen Militärmusik. Bei den Stücken geschehe etwas „im Hier und Jetzt“, das nicht auf dem Notenblatt stehe. Das sei „ein ganz anderes Kontrastprogramm zu dem, wie die Militärmusik sich sonst darstellt“. (rr)






