FRANKFURT. Julian Nagelsmann tritt nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft als Bundestrainer zurück. Das berichtete am Freitag zuerst die Bild. Der 38jährige zieht damit die Konsequenz aus dem Scheitern gegen Paraguay im Sechzehntelfinale. Unmittelbar nach dem Spiel hatte Nagelsmann einen Rücktritt noch ausgeschlossen. „Ich bin auf jeden Fall keiner, der wegläuft“, sagte er nach dem Abpfiff.
Am Donnerstag musste der Bundestrainer dann zum Rapport antreten und seine Analyse des WM-Debakels vor der DFB-Spitze vortragen.
An dem rund dreistündigen Treffen in der DFB-Zentrale in Frankfurt nahmen unter anderem Präsident Bernd Neuendorf, Bundesliga-Präsident Hans-Joachim Watzke, Sportdirektor Rudi Völler und DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig teil. Nagelsmanns Erklärungen überzeugten die Fußball-Funktionäre offenbar nicht. Nach Bild-Informationen legte ihm das Gremium anschließend nahe, freiwillig zurückzutreten. Andernfalls hätte ihm die Entlassung gedroht.
Wer folgt auf Nagelsmann?
Für Nagelsmann endet damit eine Amtszeit, die mit großen Erwartungen begonnen hatte. Der DFB hatte nach den vergangenen Turnierenttäuschungen auf einen Neustart gesetzt. Das frühe Aus gegen Paraguay wurde nun zum letzten Spiel des Trainers.
Finanziell wird der Abschied für Nagelsmann abgefedert. Nach dem Bericht erhält er eine Abfindung von geschätzt rund sieben Millionen Euro. Wer die Nationalmannschaft künftig übernimmt, ist noch offen. Der offensichtlichste Kandidat, Jürgen Klopp, gab sich nach ersten Nachfragen, ob er sich den Job des Bundestrainers vorstellen könne, ausweichend.
Zum Glück nicht zurückgetreten ist indes übrigens JF-Fußballexperte Frank Hauke. Seine morgendliche WM-Kolumne geht auf vielfachen Wunsch weiter. Bei uns bleiben Sie weiter top informiert und unterhalten. (rr)






