U-Bahnhof Quiddestraße
U-Bahnhof Quiddestraße Foto: wikimedia.org/Mnsch/cc

Zivilcourage
 

Schüler verhindern mutmaßliche Vergewaltigung in U-Bahnhof

MÜNCHEN. Drei Schüler haben in München eine Frau vor einem mutmaßlich sexuellen Übergriff gerettet. Die 47 Jahre alte Frau war am vergangenen Dienstag, dem letzten Oktoberfesttag, von einem 21 Jahre alten Mann am U-Bahnhof Quiddestraße an den Haaren nach hinten gerissen und auf dem Rücken zu Boden gedrückt worden, teilte die Polizei am gestrigen Dienstag mit.

Der Angreifer hielt der Münchnerin Nase und Mund zu. Die Frau biß dem Angreifer in die Hand und hatte so die Möglichkeit, um Hilfe zu schreien und sich zu befreien. Doch der junge Mann gab nicht nach und hielt sie weiter fest.

Die Schüler Erhan A. (20) und Aleks A. (19) sowie die Auszubildende Nilay K. (19) hörten die Schreie und eilten der Frau zu Hilfe. Es gelang ihnen, den Mann von der Frau wegzuzerren und ihn bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Ihren Angaben zufolge sei ein Passant tatenlos vorbeigelaufen, berichtete die Bild-Zeitung.

Verdächtiger stark alkoholisiert

Bei dem mutmaßlichen Täter handele es sich um einen Deutschen ohne Migrationshintergrund, sagte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT. Der Mann habe zwei Promille Alkohol im Blut gehabt. Bei der Festnahme habe sein Hosenschlitz offengestanden.

Einer der Schüler sagte der Münchner Abendzeitung: „Wir dachten zuerst, das wäre ein Pärchen, das rumalbert.“ Als sie jedoch gesehen hatte, wie der Angreifer sein Opfer zu Boden drückt, hätten sie reagiert. „Da überlegt man nicht lange.“

Die Frau erlitt Prellungen sowie  Verletzungen an der Nase und einen Schock. (ls/tb)

U-Bahnhof Quiddestraße Foto: wikimedia.org/Mnsch/cc
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