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JF-Interview: „Zensur ist scheiße!“ – Kay Ray verteidigt Hallervorden

JF-Interview: „Zensur ist scheiße!“ – Kay Ray verteidigt Hallervorden

JF-Interview: „Zensur ist scheiße!“ – Kay Ray verteidigt Hallervorden

Hält gar nichts von beschnittener Meinungsfreiheit und umso mehr von Dieter Hallervorden: Kabarettist Kay Ray im spannenden JF-Interview. Screenshot: JF
Hält gar nichts von beschnittener Meinungsfreiheit und umso mehr von Dieter Hallervorden: Kabarettist Kay Ray im spannenden JF-Interview. Screenshot: JF
Hält gar nichts von beschnittener Meinungsfreiheit und umso mehr von Dieter Hallervorden: Kabarettist Kay Ray im spannenden JF-Interview. Screenshot: JF
JF-Interview
 

„Zensur ist scheiße!“ – Kay Ray verteidigt Hallervorden

Dieter Hallervorden sorgt mit seinen Auftritten im CDU-Wahlkampf in Sachsen-Anhalt für Wirbel. Im JF-Interview warnt Kabarettist Kay Ray vor politischen Schubladen und linken Mustern.
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Kabarettist Kay Ray ist Dieter Hallervorden im Kampf gegen vorschnelle politische Vereinnahmung und Ausgrenzung zur Seite gesprungen. Im Gespräch mit der JUNGEN FREIHEIT sagte der Künstler, Hallervorden dürfe sagen und wählen, was er wolle. Seine Wertschätzung für den 90 Jahre alten Schauspieler und Theaterleiter ändere das nicht.

Hallervorden hat im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt für Aufsehen gesorgt, als er gemeinsam mit CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze auftrat (die JF berichtete). Auf der Bühne teilte er allerdings gegen Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius. Letzteren nannte er „Kriegsminister“ und forderte, man solle beide auf den Mond schicken, damit sie dort ihren Krieg austrügen. Kritik musste Hallervorden auch einstecken, weil er Israel Völkermord in Gaza vorwarf.

Kay Ray nimmt den Vorgang mit Humor. „Hat sich Dieter Hallervorden überhaupt irgendwann jemals einen Gefallen getan? Ging es ihm überhaupt darum, sich selber einen Gefallen zu tun?“, fragt er im JF-TV-Interview mit Vadim Derksen. Vielleicht sei das „so ein bisschen Rentner-Radikalität“. Andere kauften sich einen Porsche, Hallervorden kaufe sich eben die CDU.

Kay Ray: „Mir ist völlig egal, wen Sie wählen“

Besonders hebt Kay Ray die Freiheit in Hallervordens Berliner Theater „Die Wühlmäuse“ hervor. Dort trete er seit rund 20 Jahren auf, ohne dass je in sein Programm eingegriffen worden sei. Dabei sei auf der Bühne vieles passiert, sagt er – und er selbst sei nie als besonders vorsichtig bekannt gewesen.

In seinen Shows frage er das Publikum regelmäßig: „Wer ist verliebt, wer ist verheiratet, wer hat Kinder, wer wählt AfD?“ Wenn sich Zuschauer meldeten oder zögerten, sage er: „Mir ist es völlig egal, wen Sie wählen. Meine Show ist eine Comedy-Show. Ich will Ihnen hier nichts mitgeben. Sie sollen sich hier amüsieren.“

Dass Regierungskritik heute schnell als Nähe zur AfD gedeutet werde, hält Kay Ray für ein linkes Muster. Sobald jemand nicht mit ihnen übereinstimme, brächen Linke häufig das Gespräch ab oder stellten ihn in eine rechte Ecke. Zensur lehnt er grundsätzlich ab: „Ich bin der Meinung, dass Zensur halt scheiße ist, egal wo, und dass Kritik immer erlaubt sein muss.“

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Künstler und Parteibühnen

Für sich selbst zieht Kay Ray trotzdem eine klare Grenze. Auf Parteibühnen würde er nicht auftreten – weder für die AfD noch für CDU, FDP oder andere Parteien. „Ich finde immer, dass eine Wahl nicht davon abhängig sein soll, wer da mitwählt“, sagt er. Das Publikum solle selbst entscheiden.

Künstler sollten sich aus seiner Sicht nicht mit Parteien gemein machen. Unterhaltung und Politik zu vermischen, halte er für falsch. Zugleich stört ihn, dass Empörung oft nur dann groß werde, wenn ein Künstler nicht ins linke Weltbild passe. Bei Joko und Klaas, die aus seiner Sicht häufig „in die linke Tröte tröten“, werde das anders bewertet.

Seine Wertschätzung für Hallervorden bleibe unberührt. Für Kay Ray gibt es nur einen wirklichen Grund, jemanden zu missachten: wenn Künstler ausgeladen oder aus Theatern geworfen werden. Danger Dan hätte im ZDF singen dürfen, sagt er – genauso wie Uwe Steimle seinen umstrittenen Satz sagen dürfe. Von Medien und Öffentlichkeit wünscht sich Kay Ray im Fall Hallervorden vor allem eines: „Gelassenheit.“ Menschen seien komplizierter, als politische Lager es gern hätten. „So einfach ist es nicht, Leute. Es ist nicht so einfach.“ (rr)

Hält gar nichts von beschnittener Meinungsfreiheit und umso mehr von Dieter Hallervorden: Kabarettist Kay Ray im spannenden JF-Interview. Screenshot: JF
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