Enttäuschendes Ergebnis: Vox muß Wunden lecken nach der Spanien-Wahl
Enttäuschendes Ergebnis: Vox muß Wunden lecken nach der Spanien-Wahl
Enttäuschendes Ergebnis: Vox muß Wunden lecken nach der Spanien-Wahl
Der Spitzenkandidat der spanischen Vox, Santiago Abascal, stellt sich dem enttäuschenden Wahlergebnis Foto: picture alliance / abaca | Europa Press/ABACA
Katerstimmung bei den spanischen Rechten: Vox verfehlt die gesetzten Ziele bei der Wahl. Triumphieren konnte die PP; die aber auch vor einem Dilemma steht. Doch wer kann Spanien nun regieren und welche Alternative gibt es? Ein Kommentar von Felix Hagen.
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Ich schätze, dass die Madrider Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso bei einer Neuwahl die Spitzenkandidatin der PP werden wird. Nuñez Feijóo wirkte gestern angeschlagen und kraftlos. Und ja, er ist nicht das, was man eine charismatische Persönlichkeit nennt. Das Mitte-Rechts-Lager muss es zudem schaffen, die Zusammenarbeit von Sánchez mit Kommunisten und Separatisten (darunter verurteilte Krminelle und Mörder) schärfer und deutlicher anzuprangern.
Besonders aus den Erfahrungen der letzten Jahre mit Massenmigration und dem Umgang mit Corona gehöre ich zu den Skeptikern, dass es mehr als eine größere Minderheit wird, die die AfD in den BT wählt. Erstens hat die Dauermanipulation des ÖR, die AfD sei rechtsextrem, was sie natürlich nicht ist, beim ängstlichen Bürger tiefer sitzende Spuren hinterlassen. Diese Unsicherheit wird nicht wenige abhalten, ihr Kreuz bei der AfD zu machen, obwohl sie selbst nicht glaubhaft erklären können, worin der propagierte Rechtsextremismus eigentlich besteht. Und zweitens gibt es die unverständliche deutsche Merkwürdigkeit, lieber neuen alten Lügen und Halbwahrheiten der „Eliten“ zu glauben, als sich einer Partei zuzuwenden, die auf dem Boden des GG realitätsbezogene, vernünftige konservative Politik machen will.
„Auch in Deutschland dürften die Nachwehen dieser Wahl und die daraus gezogenen Schlüsse aufmerksam verfolgt werden.“
Die AfD wäre gut beraten, WENN sie das täte!
Aber die lebt – momentan sogar SCHEINBAR hervorragend – in ihrer deutschnationalen Filterblase.
Die Schlüsse für die AfD müssen lauten: Keine Anbiederung, sondern klarer Kurs. Die CDU muss als die linke Partei angegriffen werden, die sie faktisch ist. Es muss klar gemacht werden, dass jede Stimme für die CDU eine Stimme für die Grünen ist. Nur eine möglichst starke AfD kann das verhindern. Das Ziel für die AfD muss klar sein, stärkste Partei zu werden. Dieses Ziel bei derzeit nur vier Prozent Abstand zur CDU nicht auszugeben, wäre ein großer Fehler.
da bin ich ganz bei Ihnen
Völlig richtig. Die Merkel-Union gehört zur rotgrünen Einheitsfront. Das haben die wütenden Reaktionen auf Friedrich Merz‘ vorsichtige Lockerung gegenüber der AfD gezeigt. Es gibt nur eine Alternative. Söder verbreitet die Nachricht, daß die AfD aus der EU und der NATO ausscheiden wolle. Hier zeigt sich, daß radikale Stellungnahmen und Anträge von durchgeknallten AfD-Mitgliedern den Altparteien treffsichere Munition liefern.
„… zeigt sich, daß radikale Stellungnahmen und Anträge von durchgeknallten AfD-Mitgliedern den Altparteien treffsichere Munition liefern.“
So ist es. Ob gewollt (Eingeschleuste?) oder nicht: Die Rechtsradikalen und Rechtsextremisten in der AfD sind objektiv betrachtet die besten Helferlein der machthabenden Deutschlandhasser!
Wenn ich mich recht entsinne, haben die Wahlumfragen doch einen klaren Sieg der Rechtsparteien vorausgesagt. Die Wahlumfragen!
Am Tag der Wahl sah es dann anders aus.
Das erinnert an die Wahl 2017 in den USA, als entgegen der Wahlprognosen nicht Hillary Clinton, zu deren Siegesfeier schon ZDF-Claus Kleber voreilig angereist war, sondern Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde.
Deshalb kann man hierzulande die AfD nur vor allzu großer Euphorie warnen ob der ausgezeichneten Ergebnisse der letzten Wahlumfragen.
Abgerechnet wird erst am Wahltag, wie spanische Rechte es nun bitter erfahren mußte.
Ich halte das Scheitern von Vox bei der Wahl nicht für eine Absage an rechte Programmatik, auch wenn die linksliberale Presse das so umdeuten wird. Vox ist vielmehr an seinem großspanischen Nationalismus gescheitert, der auf nationaler Ebene bedeutend wird. Für rechte Wähler in Katalonien oder dem Baskenland sind sie trotz sonstiger Übereinstimmung unwählbar. Zwar sind dortige Sezessionsbewegungen aus dem liberalkonservativen Lager auch deswegen gescheitert, weil sie es letztlich nicht wagten, die Sezession gegenüber den Spaniern auch mit Gewalt durchzusetzen, aber es fehlt rechtskonservativen Parteien in Katalonien usw. das Alleinszellungsmerkmal,, denn sezessionistisch sind dort alle bis auf Grünlinke. Vox wiederum bietet den nichthispanischen Völkern in Spanien nur eine Neuauflage des Francismo. Daher blieben in den abtrünnigen Gebieten viele Rechtskonservative der Wahl fern, was bei Regionalwahlen nicht auffiel, nationale Wahlen aber entscheidet. Auch die PP kann das nicht ausgleichen, da sie für Katalanen oder Basken immer noch zu nationalzentristisch ist. Vox wird Katalonien loslassen müssen, oder national weiter verlieren.
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Der Spitzenkandidat der spanischen Vox, Santiago Abascal, stellt sich dem enttäuschenden Wahlergebnis Foto: picture alliance / abaca | Europa Press/ABACA
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