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JF-TV-Interview: Hörfunklegende Andreas Dorfmann: „Sie sagten, ich sei nicht links genug“

JF-TV-Interview: Hörfunklegende Andreas Dorfmann: „Sie sagten, ich sei nicht links genug“

JF-TV-Interview: Hörfunklegende Andreas Dorfmann: „Sie sagten, ich sei nicht links genug“

Andreas Dorfmann im JF-Studio: „Wir brauchen wieder Journalisten, die mutig sind.“ (Themenbild)
Andreas Dorfmann im JF-Studio: „Wir brauchen wieder Journalisten, die mutig sind.“ (Themenbild)
Andreas Dorfmann im JF-Studio: „Wir brauchen wieder Journalisten, die mutig sind.“ Foto: JF
JF-TV-Interview
 

Hörfunklegende Andreas Dorfmann: „Sie sagten, ich sei nicht links genug“

Jeden Abend spricht Andreas Dorfmann von „Nius Live“ Klartext über die aktuelle Politik. Bei der JUNGEN FREIHEIT rechnet das Radio-Urgestein mit dem Zustand der deutschen Medien ab – und plaudert viel aus dem Nähkästchen.
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Seit 45 Jahren ist Andreas Dorfmann im Mediengeschäft tätig. Seine Bekanntheit erlangte er vor allem als Radiomoderator – zunächst bei den öffentlich-rechtlichen Anstalten SFB und Radio Bremen, dann beim Kult-Sender RIAS 2 und anschließend bei diversen Privatsendern Berlins. Seit vergangenem September ist er abends von Montag bis Freitag bei „Nius Live“ zu hören. „Wir brauchen wieder Journalisten, die mutig sind und sagen: ‘Okay, egal, wer da oben regiert’“, mahnt er nun im Gespräch mit JF-TV. „Wir müssen die Fragen stellen, die zu stellen sind.“

Auch erinnert sich der Journalist daran, wie ein konservativer Intendant ihn zum SFB zurückholen wollte. „Das ging aber nicht.“ Im Vorzimmer des Chefs des RBB-Vorgängers habe ein einstiger Arbeitskollege Dorfmanns gesessen. „Und er hat gesagt: ‘Schön, dass du hier bist, aber ich werde dafür sorgen, dass du hier nie wieder reinkommst. Du bist uns einfach nicht links genug.’“

Den Anstoß, zu „Nius“ zu wechseln, habe die Corona-Krise gegeben. „Drosten, Drosten, Drosten, Wieler, Wieler, Wieler, Merkel, Merkel, Merkel und alternativlos. Alles ist alternativlos.“ So habe er angefangen, bei Hauptstadt.TV kritische Anwälte zu Interviews einzuladen. „Und da haben wir darüber gesprochen, wie weit diese Coronamaßnahmen überhaupt mit dem Grundgesetz vereinbar sind. Das fand man gar nicht gut. Und ich habe dann gesagt, ich werde ihn wieder einladen. Und das wollte man eigentlich verhindern.“

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