BERLIN. Die Mehrheit der Deutschen hat einen radikalen Aufnahmestopp für weitere Asylsuchende gefordert. 51 Prozent wollen, dass für sie die Grenzen komplett geschlossen werden, weil derzeit keine weiteren aufgenommen werden könnten, schreibt das Meinungsforschungsinstitut Ipsos in seinem diesjährigen „Global Public Attitudes Towards Refugees“-Bericht. Hingegen wollen 43 Prozent, dass Deutschland weitere Asyl-Migranten aufnimmt.
Den Asylsuchenden selbst unterstellen 62 Prozent der Deutschen, dass sie meistens nur in das Land kommen, um von der Wirtschaft oder dem Sozialsystem zu profitieren. Nur 31 Prozent finden, dass es sich bei dem Großteil um echte Flüchtlinge handele.
Zudem erwarten mit 30 Prozent weniger als ein Drittel der Bürger, dass sich die Mehrheit der Migranten in die Gesellschaft integrieren wird. Stattdessen gehen 62 Prozent von keiner erfolgreichen Eingliederung aus. Weiter finden auch nur 35 Prozent, dass sie etwas Positives zur Gesellschaft beitragen, während 54 Prozent keinen guten Einfluss sehen.

Flüchtlinge halten nicht im ersten sicheren Land
Hintergrund der Einschätzungen, dass es sich nicht um echte Flüchtlinge handele, sind laut 54 Prozent die Beobachtungen, dass die Asyl-Ausländer Geld haben, Schmuggler bezahlen und Telefone besitzen. Zudem sind 52 Prozent zu dieser Meinung gekommen, weil zumeist junge Männer vermeintlich Schutz suchen. 42 Prozent finden, dass wenn ein Asylbewerber tatsächlich Schutz suchen wolle, er in dem ersten sicheren Land bleiben würde, anstatt weiterzureisen.
Um die finanziellen Herausforderungen, die durch die Unterstützung der Migranten entstanden sind, sollen laut 30 Prozent der Deutschen die Regierungen anderer wohlhabenden Nationen mehr Einsatz zeigen. 25 Prozent wollen, dass internationale Organisationen wie etwa die UN stärker unterstützen, 16 Prozent sehen den deutschen Staat in der Verantwortung. (mas)






