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Rekord bei Spielabbrüchen: Gewalt im Amateurfußball eskaliert weiter

Rekord bei Spielabbrüchen: Gewalt im Amateurfußball eskaliert weiter

Rekord bei Spielabbrüchen: Gewalt im Amateurfußball eskaliert weiter

Gewalt und Spielabbruch beim Amateurfußball: Szene aus dem Spiel Rot-Weiß Erfurt - FC Dila Gori, das 2012 nach 79 Minuten abgebrochen werden musste. Foto: picture alliance / dpa | Frank Steinhorst
Gewalt und Spielabbruch beim Amateurfußball: Szene aus dem Spiel Rot-Weiß Erfurt - FC Dila Gori, das 2012 nach 79 Minuten abgebrochen werden musste. Foto: picture alliance / dpa | Frank Steinhorst
Gewalt und Spielabbruch beim Amateurfußball: Szene aus dem Spiel Rot-Weiß Erfurt – FC Dila Gori, das 2012 nach 79 Minuten abgebrochen werden musste. Foto: picture alliance / dpa | Frank Steinhorst
Rekord bei Spielabbrüchen
 

Gewalt im Amateurfußball eskaliert weiter

BOCHUM/OSNABRÜCK. Am vergangenen Wochenende protestierten die Schiedsrichter im Kreis Osnabrück gegen die Gewalt gegen sich. Vor den Spielen verlasen sie Erklärungen und pfiffen die Spiele zwölf Minuten später an. Motto: Es ist nicht kurz vor, es ist bereits zwölf Uhr.

Doch es nutzte nichts: Erneut eskalierte die Gewalt – und zwar nicht nur in Osnabrück. In Bochum prügelten Migranten einen Unparteiischen nach dem Schlußpfiff ins Krankenhaus.

Im Osnabrücker Kreisligaspiel zwischen dem SC Portugues und dem SC Schölerberg wurde der Schiri bei einer Schlägerei zwischen dem Torwart und einem gegnerischen Stürmer am Kopf getroffen. Dieser zeigte beiden Spielern die Rote Karte und brach die Begegnung ab.

Schiris „beleidigt, bedroht und tätlich angegriffen“

In der Osnabrücker Erklärung heißt es: „In den letzten Wochen gab es vermehrt Gewaltvorfälle auf unseren Sportplätzen, bei denen auch Schiedsrichter aufs Schlimmste beleidigt, bedroht und sogar tätlich angegriffen wurden. Hiergegen setzen wir mit unserer Unterbrechung ein Zeichen.“

Noch schlimmer als in Osnabrück ging es in der Bochumer Bezirksliga zu. Bei der Partie zwischen dem SV Phönix Bochum und dem CF Kurdistan mußte der 27jährige Schiedsrichter laut Polizei nach einer tätlichen Attacke der Kurden schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Die Partie war bereits mit 1:1 zu Ende gegangen. Nach dem Abpfiff kam es zu unschönen Szenen, die der Referee mit zwei Platzverweisen gegen Spieler des CF Kurdistan ahndete.

Daraufhin griffen laut Polizei der Trainer der Gastmannschaft, ein Betreuer und ein bislang unbekannter Zuschauer den Unparteiischen an. Sie schlugen ihm die Pfeife aus dem Mund und traten auf ihn ein. Rettungskräfte und die Polizei mußten anrücken. Der schwerverletzte Schiedsrichter aus Hamm wurde zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht.

911 Spielabbrüche in Deutschland

Die Zahl der Spielabbrüche liegt in ganz Deutschland inzwischen auf einem Rekordhoch, wie der DFB bekanntgab. In der Saison 2021/22 mußten die Schiedsrichter im Amateurbereich 911 Partien vorzeitig beenden – so viele wie nie in einer Saison. „Erstmals müssen wir einen Anstieg bei den Spielabbrüchen feststellen, wobei wir uns immer noch im Promillebereich bewegen“, hatte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann am vergangenen Mittwoch gesagt. Die Quote der Abbrüche stieg von 0,05 auf 0,075 Prozent.

Gewalt und Spielabbrüche häufen sich auch im Jugendfußball. In Berlin hatte ein türkischstämmiger Vater den 14jährigen Gegenspieler seines Sohnes gewürgt und dann ein Messer gezogen. (fh)

Gewalt und Spielabbruch beim Amateurfußball: Szene aus dem Spiel Rot-Weiß Erfurt – FC Dila Gori, das 2012 nach 79 Minuten abgebrochen werden musste. Foto: picture alliance / dpa | Frank Steinhorst
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