BERLIN. Das Landgericht Berlin hat einen Linksextremisten zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, weil er auf einer Demonstration eine Kugelbombe gezündet hatte. Bei dem Anschlag vor vier Jahren waren mehrere Polizisten verletzt worden.
„Ein derartiger pyrotechnischer Gegenstand kann tödlich verletzen“, sagte der Vorsitzende Richter nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dpa. Dem 26 Jahre alten Angeklagten seien die Auswirkungen damals allerdings nicht bekannt gewesen seien. Deshalb sei sein Verhalten nicht als versuchter Mord eingestuft worden. Zudem verurteilte ihn das Gericht, 3.500 Euro Schmerzensgeld an zwei Polizisten zu zahlen, die verletzt im Krankenhaus behandelt werden mußten.
Sprengsatz verletzt 14 Polizisten
Der Linksextremist hatte die Kugelbombe im Juni 2010 während einer Anti-Kapitalismus-Demonstration in Berlin zur Explosion gebracht. Dabei waren 14 Polizisten verletzt worden. Die Beamten erlitten teilweise schwere Wunden an den Beinen sowie Hörprobleme durch die Detonation.
Der Vorfall sorgte für eine Diskussion über die Gefahr von Linksextremisten in Deutschland und deren Gewalt gegen Polizisten. (krk)
Video vom Anschlag
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