Anzeige
Anzeige

Seit 2020 verdoppelt: Bayern gibt mehr als sechs Millionen Euro pro Tag für Asylbewerber aus

Seit 2020 verdoppelt: Bayern gibt mehr als sechs Millionen Euro pro Tag für Asylbewerber aus

Seit 2020 verdoppelt: Bayern gibt mehr als sechs Millionen Euro pro Tag für Asylbewerber aus

Zwei Bewohner gehen in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Bayern über das Gelände. Die Innenministerkonferenz (IMK), die am 11.06.2025 beginnt, wird sich unter anderem mit der Migrationspolitik befassen.
Zwei Bewohner gehen in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Bayern über das Gelände. Die Innenministerkonferenz (IMK), die am 11.06.2025 beginnt, wird sich unter anderem mit der Migrationspolitik befassen.
Zwei Asylbewerber in einer bayerischen Einrichtung: Innenministerium will Plätze abbauen. Foto: picture alliance/dpa | Daniel Löb
Seit 2020 verdoppelt
 

Bayern gibt mehr als sechs Millionen Euro pro Tag für Asylbewerber aus

Seit 2020 hat Bayern mehr als zehn Milliarden Euro für die Unterbringung und Versorgung von Asylbewerbern aufgewendet. Besonders zwei Jahre stechen mit besonders hohen Kosten hervor. Jetzt will das Innenministerium teure Einrichtungen schließen.
Anzeige

MÜNCHEN. Die Ausgaben für Asylbewerber des Freistaats Bayern haben sich seit 2020 mehr als verdoppelt. 2025 wandte das Bundesland unter Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rund 2,22 Milliarden Euro für Unterbringung und Versorgung auf – mehr als sechs Millionen Euro pro Tag. 2020 waren es noch knapp 1,08 Milliarden Euro, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine schriftliche Anfrage des AfD-Landtagsabgeordneten Rene Dierkes hervorgeht, über die zuvor das Freilich-Magazin berichtete.

Den bisherigen Höchststand erreichte das Jahr 2024 mit knapp 2,33 Milliarden Euro. 2025 lag der Betrag etwas darunter, blieb aber weit über dem Niveau der frühen 2020er Jahre. 2021 wurden rund 1,11 Milliarden Euro veranschlagt, 2022 bereits 1,46 Milliarden und 2023 rund 1,94 Milliarden Euro. Damit gab Bayern seit 2020 mehr als zehn Milliarden Euro für Asylbewerber aus.

Verteilung der Asylkosten unklar

Wie viel von den Summen allein auf die Unterkünfte entfällt, ist nicht bekannt. Die Staatsregierung hält die Frage nach den „Gesamtkosten für die Asylunterkünfte“ für zu unscharf gefasst und weist deshalb nur den gemeinsamen Posten für Unterbringung und Versorgung aus.

Zugleich baut der Freistaat nach Angaben des Innenministeriums seit Juli 2025 Kapazitäten ab. Bis Ende 2026 sollen die Unterkunftsplätze um 20.000 reduziert werden. Begründet wird das mit deutlich weniger neuen Asylanträgen. Kostspielige Einrichtungen sollen demnach zuerst geschlossen werden.

München stellt die meisten Betten

Die regionalen Kapazitäten fallen sehr unterschiedlich aus. Zum Stichtag 30. April wies die Stadt München 13.056 regelmäßig belegbare Plätze aus. Es folgten der Landkreis München mit 5.179, Nürnberg mit 4.894, Augsburg mit 3.559 und der Landkreis Rosenheim mit 3.374 Betten.

Bei der Auslastung lag Ebersberg mit 104 Prozent vorn. Die Landkreise Rosenheim, Starnberg und Würzburg meldeten je 97 Prozent. Deutlich leerer waren die Unterkünfte in Ingolstadt (53 Prozent), Hof (54 Prozent) und Memmingen (55 Prozent). Das Ministerium betonte, es handle sich um eine Momentaufnahme, da sich die Belegung von Tag zu Tag ändern könne.

In den bayerischen Einrichtungen lebten zum Stichtag Asylbewerber aus mehr als 110 Ländern. Zu den zehn häufigsten Herkunftsstaaten zählt das Innenministerium die Ukraine, Afghanistan, Syrien, die Türkei, Nigeria, den Irak, Somalia, Russland, den Iran und Äthiopien. Unklar ist, wie viele Personen auf die einzelnen Staaten entfallen.

Zwei Asylbewerber in einer bayerischen Einrichtung: Innenministerium will Plätze abbauen. Foto: picture alliance/dpa | Daniel Löb
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles