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Tief in der Krise: „Die Lage ist mehr als kritisch“, warnt VW-Chef Blume die Belegschaft

Tief in der Krise: „Die Lage ist mehr als kritisch“, warnt VW-Chef Blume die Belegschaft

Tief in der Krise: „Die Lage ist mehr als kritisch“, warnt VW-Chef Blume die Belegschaft

VW. Muss weiter sparen: Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
VW. Muss weiter sparen: Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Muss weiter sparen: Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Tief in der Krise
 

„Die Lage ist mehr als kritisch“, warnt VW-Chef Blume die Belegschaft

VW steuert auf die nächste Sparrunde zu. Konzernchef Oliver Blume warnt vor zu hohen Kosten und fehlender Auslastung mehrerer deutscher Werke.
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WOLFSBURG. VW-Chef Oliver Blume hat die Beschäftigten auf weitere Einschnitte vorbereitet. Nach den Werksferien macht der Vorstandschef deutlich, dass die bisherigen Sparmaßnahmen aus seiner Sicht nicht genügen, um den Konzern dauerhaft wettbewerbsfähig zu halten. Im vergangenen Jahr seien die Fabrikkosten der deutschen Pkw-Werke bereits um durchschnittlich rund 20 Prozent gesunken. Dennoch sieht Blume erhebliche strukturelle Probleme. Volkswagen sei „überdimensioniert“, sagte er in einem im Intranet veröffentlichten Interview.

Dadurch werde der Konzern „oft zu langsam und zu kompliziert“. Auch die Ertragslage verschafft dem Autobauer nach Einschätzung seines Chefs kaum Spielraum.

Eine operative Rendite von 3,8 Prozent sei unter den gegenwärtigen Bedingungen zwar solide, reiche aber nicht aus, um auf Dauer Investitionen in neue Modelle, Technologien und Werke zu finanzieren. Blume fasste die Situation entsprechend drastisch zusammen: „Die Lage ist mehr als kritisch.“ Wie tief die nächste Sparrunde ausfallen könnte, ist noch offen. Besonders im Blick stehen jedoch die Standorte Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm. Für diese Werke gebe es derzeit keine wettbewerbsfähige Auslastung für die 2030er Jahre, räumte Blume ein.

50.000 Stellen kein festes Ziel für VW

Das bedeutet nach seinen Worten noch keine beschlossene Schließung. VW will zunächst prüfen, ob sich andere Produkte, Partner, Investoren oder industrielle Nutzungsmöglichkeiten finden lassen. „Werksschließungen sind immer die teuerste und letzte Lösung“, sagte der Konzernchef. Blume arbeitet seit  dem Frühjahr an einer neuen Konzernplanung unter dem Titel „Zielbild 2030“. Das Paket soll noch 2026 beschlossen werden und über die bereits vereinbarten Sparmaßnahmen hinausgehen.

Für zusätzliche Unruhe sorgt eine Größenordnung von bis zu 50.000 Arbeitsplätzen, die im Zusammenhang mit den Sparplänen genannt wird. Blume widersprach allerdings der Darstellung, Volkswagen habe sich bereits auf einen solchen Stellenabbau festgelegt. Die Zahl sei „keine fixe Zielgröße“. Sie leite sich vielmehr daraus ab, wie groß der Kostenabstand des Konzerns zu Wettbewerbern sei. Damit beschreibt sie nach Blumes Darstellung den Umfang des Problems, nicht eine bereits beschlossene Zahl von Kündigungen oder wegfallenden Stellen.

In den kommenden Tagen muss sich der Vorstand den Fragen der Belegschaften stellen. Bis Ende August sind neun Betriebsversammlungen vorgesehen. Den Anfang macht am 25. August Wolfsburg, danach folgen unter anderem Emden, Zwickau, Braunschweig, Salzgitter und Kassel-Baunatal. In Hannover endet die Serie am 31. August. (rr)

Muss weiter sparen: Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
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