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Sachsen-Anhalt: „Grundfalsch!“ Schulze distanziert sich plötzlich von Hallervorden

Sachsen-Anhalt: „Grundfalsch!“ Schulze distanziert sich plötzlich von Hallervorden

Sachsen-Anhalt: „Grundfalsch!“ Schulze distanziert sich plötzlich von Hallervorden

Mit Dieter Hallervorden gegen die eigene Partei: Sven Schulze (rechts).
Mit Dieter Hallervorden gegen die eigene Partei: Sven Schulze (rechts).
Mit Dieter Hallervorden gegen die eigene Partei: Sven Schulze (rechts). Foto: picture alliance / Chromorange | Axel Kammerer
Sachsen-Anhalt
 

„Grundfalsch!“ Schulze distanziert sich plötzlich von Hallervorden

Nach der Kritik an den Anti-CDU-Parolen Dieter Hallervordens auf den Wahlkampfveranstaltungen mit Ministerpräsident Schulze versucht dieser nun, sich zu erklären. Er halte manche Aussagen für „grundfalsch“, mache selbst aber alles richtig.
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MAGDEBURG. Dreimal ist der sachsen-anhaltische Ministerpräsident Sven Schulze bereits mit Kabarettist Dieter Hallervorden aufgetreten. Und mit jeder dieser Wahlkampfveranstaltungen grenzte sich der CDU-Politiker von seiner Bundespartei ab. Hallervorden äußerte scharfe Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz, ohne dass Schulze widersprochen hätte.

Nun distanzierte sich der mit seiner Partei in den Umfragen weit hinter der AfD zurückliegende Ministerpräsident von einigen Aussagen seines prominenten Wahlkampfhelfers. In einem Video auf Instagram sagte er: „Da stand ein Künstler, der Dinge gesagt und gesungen hat, die ich für falsch halte“, sagt der CDU-Politiker. „Manche davon halte ich sogar für grundfalsch.“

Schulze bleibt unkonkret

Was er genau meinte, konkretisierte Schulze in den anderthalb Minuten nicht. Hallervorden hatte Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) implizit als Kriegstreiber bezeichnet, die neue CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann angegriffen und von einem „Völkermord in Gaza“ gesprochen (die JF berichtete).

 

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Bei sich selbst kann Schulze indes keinen Fehler erkennen: „Hätte ich das verhindern sollen? Absagen, streichen, zensieren, gar nicht stattfinden lassen? Nein“, sagt Schulze. Schließlich habe der Abend unter dem Motto „Kunst braucht Freiheit“ gestanden und nicht unter dem Motto „Kunst braucht Zustimmung“.

„Kein Kontra gegen meine Partei“

Vielmehr sieht er die Veranstaltungsreihe mit dem fast 91-Jährigen jetzt als Ausdruck der Meinungsfreiheit. Bürger bräuchten niemanden, „der sie vor Meinungen beschützt“, sagte er in dem Video. „Sie können zwei Menschen streiten hören und sich selbst dann eine dritte Meinung bilden“, sagt Schulze.

Schulze profiliert sich mit Hallervorden gegen die Bundes-CDU.

Zugleich wies Schulze den Vorwurf zurück, mit den Veranstaltungen wolle er sich von der Bundes-CDU und der Parteispitze um Merz absetzen: „Es ist hier auch kein Zeichen gegen Berlin, kein Kontra gegen meine Partei, so gerne das auch gerade geschrieben wird.“ Es sei vielmehr ein Versprechen an Sachsen-Anhalt: „Ich will ein Land regieren, in dem wir uns auch widersprechen können.“

Am Freitag treten die beiden ein letztes Mal auf – diesmal im Stadttheater Naumburg. Die Veranstaltung ist laut der Webseite „ausgebucht“. (fh)

Mit Dieter Hallervorden gegen die eigene Partei: Sven Schulze (rechts). Foto: picture alliance / Chromorange | Axel Kammerer
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