AUGSBURG. Die Polizei in Augsburg hat einen Syrer festgenommen, der zwei andere Ausländer in einer Asylunterkunft getötet haben soll. Bei den Opfern handelt es sich laut den Sicherheitsbehörden um einen 39jährigen Syrer und einen 54jährigen Iraker. Die beiden Syrer sollen darüber hinaus auch noch die Staatsbürgerschaft Saudi-Arabiens besitzen.
„Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen eines zweifachen Totschlags. Aufgrund der laufenden Ermittlungen sind darüber hinaus derzeit keine weiteren Auskünfte möglich“, teilte die Polizei mit. Hinweise auf weitere Verdächtige gebe es bisher nicht.
Bisher „nur“ Messerstechereien in Asylunterkunft, sagt eine Anwohnerin
„Wir haben hier immer wieder Polizeieinsätze, bisher waren es aber nur Schlägereien und Messerstechereien. Man fühlt sich nicht mehr sicher“, berichtete eine Anwohnerin der Bild-Zeitung. Demnach befindet sich die Asylunterkunft dort seit zehn Jahren. Laut dem Bayerischen Rundfunk (BR) sind dort derzeit 17 Personen aus Somalia, Türkei, Pakistan, Syrien, Mali, Afghanistan, Irak und Eritrea untergebracht.

Augsburgs zweiter Bürgermeister Dirk Wurm (SPD) zeigte sich schockiert über die Tat. „Die Nachricht erschüttert uns zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und allen Menschen, die den Verstorbenen nahestanden“, sagte er dem BR. Er warnte zudem vor Spekulationen. (ho)





