RUHPOLDING. Am Mittwochmorgen hat ein Afghane am Bahnhof Ruhpolding offenbar versucht, mehrere Menschen zu erstechen. Da sich die Tat am frühen Morgen ereignete, waren auch Schulkinder beteiligt, die vom Bahnhof flohen und sich anschließend versteckten. Verletzt wurde nach derzeitigem Kenntnisstand niemand. Der mutmaßliche Messerangreifer wurde festgenommen. Bei dem Afghanen soll es sich um einen Asylbewerber handeln, der polizeibekannt sein soll.
Auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT sagte ein Sprecher der Polizei, es werde derzeit lediglich wegen Bedrohung gegen den Afghanen ermittelt. Weil sich die Tat am Bahnhof ereignet hatte, ist auch die Bundespolizei in die Ermittlungen involviert. Aufnahmen, die der JF exklusiv vorliegen, zeigen den Afghanen, wie er mit gezücktem Messer auf Passanten losgeht, eine Stichbewegung Richtung Rücken eines Mannes ausführt und den Opfern hinterherjagt.
Eine Zeugin sagte der JF, der Afghane sei bereits im Zug auffällig gewesen, habe wirr am Telefon geredet und Krawall gemacht. Daraufhin habe eine Kontrolleurin den Mann aufgefordert, den Wagen zu verlassen, woraufhin er sie geschubst haben soll. Als ein weiterer Schaffner zur Unterstützung herbeigeeilt sei, soll der Afghane schließlich eine gut 15 Zentimeter lange Klinge gezückt haben.

Als der Afghane das Messer zückt, fliehen Schulkinder vom Tatort
Die Zeugin berichtet, wie eine Gruppe Schulkinder aus dem Zug geflohen sei und sich Schutz in einer örtlichen Bäckerei gesucht habe. Durch einen unmittelbar abgesetzten Notruf war die Polizei nach wenigen Minuten vor Ort. Zurzeit ist an der Turnhalle der Grundschule eine Betreuungsstelle der Polizei eingerichtet, die Zeugenaussagen aufnimmt und ermitteln soll, wer von dem Mann bedroht und verfolgt wurde.

Bis zum Nachmittag wollen die Ermittler über weitere Einzelheiten informieren, hieß es von der Polizei gegenüber der JF. Was der genaue Aufenthaltsstatus des Mannes ist, seit wann er in Deutschland lebt und ob er in der Ruhpoldinger Asylunterkunft mit Swimmingpool wohnt, konnte die Polizei auf Nachfrage wegen laufender Ermittlungen noch nicht sagen. (rsz)






