DÜSSELDORF. Die linksextreme Gruppierung „Kommando Angry Birds“ hat sich zu einem Brandanschlag auf die Bahnstrecke zwischen Köln und Düsseldorf bekannt. „Wir bedauern, dass sich das Feuer geringfügig ausbreiten konnte, und danken der Feuerwehr für die Eindämmung. In Zukunft werden wir auf günstigeres Wetter warten“, heißt es in deren Selbstbezichtigungsschreiben auf der Szeneplattform Indymedia. In Sicherheitskreisen werde von der Echtheit des Schreibens ausgegangen, berichtete die dpa am Samstag.
Seit Freitag ist die Trasse nach zwei Bränden in Gleisnähe gesperrt. Nach Angaben der Deutschen Bahn habe das Feuer Schäden an mehreren Signalkabeln zwischen Langenfeld und Leverkusen verursacht. Auch die Schienen und die Oberleitung wurden beschädigt. Wann die Strecke vollständig zum Verkehr freigegeben wird, teilte das Unternehmen nicht mit. Aktuell kommt es dort zu zahlreichen Zugausfällen und Verspätungen.
Auch im vergangenen Jahr gab es einen Bahnanschlag
Das „Kommando Angry Birds“, welches sich als „Anti-Tech-Bewegung“ bezeichnet, hatte sich in der Vergangenheit zu mehreren Angriffen auf Infrastruktur bekannt. Anfang Januar war das beim gescheiterten Brandanschlag auf das Umspannwerk in Erkrath der Fall gewesen (JF berichtete). Die Täter hatten einen Brandsatz unter einem Transformator in einem Umspannwerk deponiert, die Zündung schlug aber fehl.
Hinzu kommt ein weiterer Anschlag im August 2025. Damals hatten Unbekannte Bahnkabel auf dem Abschnitt zwischen Düsseldorf und Duisburg in Brand gesetzt. Stundenlang kam es auf einer der meistbefahrenen Strecken Deutschlands zu Zugausfällen. Erst nach knapp zwei Tagen konnte der Bahnverkehr wiederhergestellt werden. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) warnte, den Tätern gehe es darum, „uns in eine vorindustrielle Zeit zurückzubomben“. (kuk)






