Anzeige
Anzeige

Nach Angriffen auf Journalisten: Linksextremes Bündnis „Widersetzen“ wirft Presse gezielte Hetzkampagne vor

Nach Angriffen auf Journalisten: Linksextremes Bündnis „Widersetzen“ wirft Presse gezielte Hetzkampagne vor

Nach Angriffen auf Journalisten: Linksextremes Bündnis „Widersetzen“ wirft Presse gezielte Hetzkampagne vor

„Widersetzen“-Sprecher Noa Sanders und ein Linksextremist, der die JF angreift: Der Sprecher beantwortet nicht, ob das Bündnis körperliche Angriffe auf Journalisten ablehnt. Fotos: picture alliance/dpa | Martin Schutt /// JF
„Widersetzen“-Sprecher Noa Sanders und ein Linksextremist, der die JF angreift: Der Sprecher beantwortet nicht, ob das Bündnis körperliche Angriffe auf Journalisten ablehnt. Fotos: picture alliance/dpa | Martin Schutt /// JF
„Widersetzen“-Sprecher Noa Sanders und ein Linksextremist, der die JF angreift: Der Sprecher beantwortet nicht, ob das Bündnis körperliche Angriffe auf Journalisten ablehnt. Fotos: picture alliance/dpa | Martin Schutt /// JF
Nach Angriffen auf Journalisten
 

Linksextremes Bündnis „Widersetzen“ wirft Presse gezielte Hetzkampagne vor

Statt Angriffe auf Journalisten zu verurteilen, unterstellt das linksextreme Bündnis der Presse ein „Geschäftsmodell“ der Diffamierung. Gleichzeitig macht das Bündnis das SPD-geführte Thüringer Innenministerium dafür verantwortlich, dass der AfD-Parteitag schlussendlich stattfinden konnte.
Anzeige

BERLIN. Der Sprecher des linksextremen Bündnisses „Widersetzen“, Noa Sander, hat der Presse eine gezielte Hetz- und Diffamierungskampagne unterstellt. „Wir sind damit kein Einzelfall – es ist ihr Geschäftsmodell“, sagte Sander am Mittwoch dem Freitag. Vor allem Reporter von „Apollo News“, die auf der Demonstration des Bündnisses angegriffen wurden (JF berichtete), seien „rechte Provokateure, die gezielt Hetze betreiben, immer wieder Kampagnen gegen Einzelpersonen fahren und damit dafür sorgen, dass diese Morddrohungen erhalten und unter enormen psychischen Druck geraten“.

Die sogenannte Hetze „führt immer wieder zu Gewalt“. Auch ein Redakteur der JUNGEN FREIHEIT wurde im Beisein des „Widersetzen“-Sprechers Suraj Mailitafi von Demo-Teilnehmern ins Gesicht geschlagen und seines Handys beraubt. Ob Sander derartige körperliche Angriffe auf Journalisten ablehne, beantwortete der Sprecher des linksextremen Bündnisses nicht.

Stattdessen habe „Widersetzen“ vor dem Parteitag unter anderem in Aktions- und Pressetrainings appelliert, dass „Medien wie Bild, JUNGE FREIHEIT, ‚Apollo News‘, ‚Nius‘, Compact sowie rechten Streamern keine Interviews“ gegeben werden sollen. „Sie sollen ignoriert und – ohne zu eskalieren – weggeschickt werden.“

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

SPD trage Verantwortung für gelungenen AfD-Parteitag

Sander wies darauf hin, dass „der Beginn des Parteitages nicht verhindert werden“ konnte. Die Verantwortung dafür, dass die AfD zusammenkam, liege aber nicht bei dem Bündnis. „Die politische Verantwortung dafür, dass dieser Parteitag stattfinden konnte, liegt am Ende bei dem SPD-geführten Innenministerium in Thüringen und bei der Polizei.“ Diese hätten mit massivem Ressourceneinsatz „gezielt darauf hingearbeitet und entsprechende Absprachen getroffen“.

„Widersetzen“ wolle nicht nur „die AfD daran hindern, weiter an Einfluss zu gewinnen“, sondern auch verhindern, „dass die regierenden Parteien ihre Politik übernehmen“. Das Bündnis müsse selbst aktiv werden, weil die anderen Parteien „ja aktuell im Kampf gegen den Faschismus“ versagen würden.

Faschisten hätten sich wegen „Widersetzen“-Blockaden verkrochen

Die AfD dürfe es nicht geben und sie habe kein Recht, sich zu treffen und in Parlamenten zu sein. „Faschisten dürfen in dieser Gesellschaft keinen Raum bekommen. Wo sie Bühnen erhalten und ungehindert auftreten können, verbreitet sich ihre Hetze und Ideologie, und daraus entsteht Gewalt.“

Mit Blockaden bestehe die Möglichkeit, Parteitage zu verhindern. „Das ist unser Ziel und bleibt auch unser Ziel.“ Ob man dafür „das nächste Mal zeitiger aufstehen“ müsse, werde das linksextreme Bündnis „sicherlich diskutieren“.


Dafür habe „Widersetzen“ am vergangenen Wochenende „klargemacht, dass wir diese Partei niemals tolerieren werden, dass wir faschistische Positionen nicht akzeptieren werden und dass wir verhindern werden, dass die AfD an die Macht kommt“. Währenddessen hätten „sich im Ergebnis dann ein paar Faschisten in der Messehalle“ verkrochen. (mas)

„Widersetzen“-Sprecher Noa Sanders und ein Linksextremist, der die JF angreift: Der Sprecher beantwortet nicht, ob das Bündnis körperliche Angriffe auf Journalisten ablehnt. Fotos: picture alliance/dpa | Martin Schutt /// JF
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag