BERLIN. Die AfD-Bundestagsfraktion hat die linksextremen Angriffe auf Journalisten am Rande des Parteitags in Erfurt als Aktuelle Stunde in den Bundestag eingebracht. Nach Informationen der JUNGEN FREIHEIT werden die Attacken voraussichtlich am Mittwochnachmittag im Plenum besprochen.
Hintergrund der geplanten Debatte sind tätliche Antifa-Angriffe auf Reporter der JUNGEN FREIHEIT und „Apollo News“, die sich im Zuge der „Widersetzen“-Proteste beim AfD-Bundesparteitag am 4. und 5. Juli ereignet hatten (JF berichtete). Auch ein Team des Bayerischen Rundfunks soll bedrängt worden sein. Das linksextreme Bündnis „Widersetzen“ hatte sich zum Ziel gesetzt, den gesetzlich vorgeschriebenen AfD-Parteitag unter anderem mit Straßensperrungen zu verhindern.
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Bei einer Blockade am Samstagmorgen griffen mehrere Vermummte das JF-Team hinterrücks an, schlugen einem der Reporter mit der Faust ins Gesicht und raubten sein Mobiltelefon. Später konnte dies zurückgewonnen werden. Die Tat wurde angezeigt. Zudem fand am Gothaer Platz eine regelrechte Hetzjagd auf drei Reporter von „Apollo News“ statt, wobei zwei von ihnen unter anderem Prellungen und Schürfwunden davontrugen. Als einer der Journalisten zu Boden ging, traten Antifa-Schläger auf dessen Kopf ein.
Linksextreme sprechen Medien den Schutz der Pressefreiheit ab
Zahlreiche Journalisten aus allen politischen Richtungen solidarisierten sich daraufhin mit ihren Kollegen. Linksextreme Akteure wie das „Zentrum für Politische Schönheit“ verhöhnten die attackierten Journalisten dagegen und sprachen ihnen ab, unter dem Schutz der Pressefreiheit zu stehen.
Auch das linksextreme Bündnis „Widersetzen“ behauptete in einer Stellungnahme, „rechte Provokateure wie ‘Apollo News’ und JUNGE FREIHEIT“ hätten „mit seriöser Berichterstattung“ nichts zu tun. „Sie halten sich nicht an journalistische Standards, bedrängen Aktionsteilnehmer*innen und überschreiten persönliche Grenzen“, heißt es in dem Statement weiter. Die Angriffe auf Reporter sind aus Sicht der Gruppierung provozierte „Vorfälle“, um sie „propagandistisch ausschlachten“ zu können.
Man muss das einmal realisieren: „Widersetzen“ veröffentlicht nach 2 Tagen (!) ein Statement, in dem sie unserem Kollegen, dem man gegen den Hinterkopf getreten hat, die Schuld am Angriff gegen sich selbst geben will und dafür einfach eine dreiste Lüge erfindet.
Die Organisation… pic.twitter.com/edfOHptG4K
— Max Mannhart (@maxmannhart) July 6, 2026
Sprecher des Bündnisses droht allen Parteien
Bereits bei der abschließenden „Widersetzen“-Pressekonferenz am Sonntag wurden die gewaltsamen Übergriffe seitens der Organisatoren gebilligt. „Wir sind nach Erfurt gekommen, um Faschist*innen zu blockieren. Faschist*innen mit einem Presseausweis sind immer noch Faschist*innen“, rechtfertigte „Widersetzen“-Sprecher Noa Sander (Lesen Sie hier einen Hintergrundbericht zu Sander) die Taten.
Sander stammt aus der Interventionistischen Linken, einer straff ideologischen Organisation, die der Verfassungsschutz dem gewaltbereiten Linksextremismus zuordnet. Entsprechend ist Sanders Drohung auf der Abschlusspressekonferenz zu verstehen: „An alle Parteien, insbesondere CDU und BSW, das hier ist unsere explizite Warnung. Wenn ihr es wagt, den Faschist*innen an die Macht zu helfen, macht ihr euch zu unserem nächsten Aktionsziel.“
„Widersetzen“ rechtfertigt die Angriffe mit neuen Lügen
Später behauptete die Gruppierung wahrheitswidrig, den Attacken auf Journalisten ginge eine „gezielte Eskalation durch rechte Provokateure“ voraus. So sei „Widersetzen“-Sprecher Suraj Mailitafi „so aggressiv von der JUNGEN FREIHEIT angegangen“ worden, „dass ein Sicherheitsdienst dazwischen gehen musste“.
Tatsächlich konfrontierte JF-Reporter Vadim Derksen, nachdem er von Vermummten geschlagen und sein Handy geraubt worden war, den Kopf der Organisation. Statt aber auf die Fragen Derksens einzugehen, was „Widersetzen“ von solchen Gewaltausbrüchen halte, versteckte sich Mailitafi hinter einem intervenierenden Security-Mann des Bündnisses.
Auch heißt es in der Stellungnahme von „Widersetzen“, dass „rechte Streamer und die verschwörungsideologischen ‘Apollo News’“ versucht hätten, „Teilnehmer*innen zu provozieren“. Aus dem Videomaterial des Medienportals geht jedoch keine Provokation der Reporter hervor, sondern eine unprovozierte Aggressivität der Protestteilnehmer. (rsz)





