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Chaos beim Staatsunternehmen: „Großstörung“: Darum fuhr bei der Bahn am Abend kein Zug mehr

Chaos beim Staatsunternehmen: „Großstörung“: Darum fuhr bei der Bahn am Abend kein Zug mehr

Chaos beim Staatsunternehmen: „Großstörung“: Darum fuhr bei der Bahn am Abend kein Zug mehr

Nichts ging mehr: Hier ein Bild vom Hamburger Hauptbahnhof am Dienstagabend.
Nichts ging mehr: Hier ein Bild vom Hamburger Hauptbahnhof am Dienstagabend.
Nichts ging mehr: Hier ein Bild vom Hamburger Hauptbahnhof am Dienstagabend. Foto: picture alliance/dpa
Chaos beim Staatsunternehmen
 

„Großstörung“: Darum fuhr bei der Bahn am Abend kein Zug mehr

Am Abend fallen in Deutschland alle Züge aus, sie müssen plötzlich auch auf offener Strecke halten. Inzwischen steht die Ursache fest, und der Verkehr soll langsam wieder anrollen.
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BERLIN. Die Störung des Bahnfunks GSM-R hat bei der Deutschen Bahn (DB) zu einem totalen Chaos geführt. Am Dienstagabend fielen plötzlich alle Züge aus, viele hielten auf offener Strecke an oder steuerten den nächsten Bahnhof an, wo die Fahrgäste aussteigen mussten.

Auch die S-Bahnen, zum Beispiel in München, Stuttgart und Berlin, waren betroffen. Sie fielen ebenfalls komplett aus.

Nach 90 Minuten hatten DB-Mitarbeiter der Grund gefunden. IT-Experten der Bahn hätten mit Hochdruck an der Ursache für die flächendeckende Großstörung gearbeitet, teilte das Staatsunternehmen am Morgen mit: „Die Störung konnte so innerhalb kurzer Zeit behoben werden“, hieß es weiter. Man danke allen Fahrgästen für die Geduld.

Bahn setzt Notfallsystem ein

Zehntausende waren betroffen. Mit einem Notfallsystem habe man „die Lage stabilisieren“ können, sagte Bahn-Chefin Evelyn Palla der Bild: „Deshalb fahren nun alle Züge wieder“. Die Ursache für das Problem „müssen wir jetzt klären“, fügte die Bahn-Chefin hinzu.

Nach der Großstörung soll der Zugverkehr nun am Mittwochmorgen langsam wieder anlaufen. Doch bis alles wieder reibungslos läuft, werde es „noch einige Zeit dauern“, teilte die Bahn mit: „Bitte rechnen Sie noch mit hohen Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen.“ Es sei geplant, „zum Betriebsstart den Verkehr nach Möglichkeit wieder störungsfrei bereitzustellen“.

Aufarbeitung gefordert

Der Verband der privaten Güterbahnen fordert nun eine genaue Aufarbeitung des Totalausfalls. Die Ursache dürfe „nicht allein durch eine ‚Selbstauskunft‘ der DB InfraGo als Betreiberin beantwortet werden“, sagte Geschäftsführer Peter Westenberger der dpa. Es brauche eine bessere Überwachung und Steuerung des Schieneninfrastrukturbetriebs. Der Verband fordert dazu seit langem die Gründung eines Bundesamts für Schieneninfrastruktur.

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Auch private Unternehmen waren betroffen und mussten die Fahrten ihrer Personen- und Güterzüge einstellen. Dies trifft auch die Wirtschaft. „Da der Güterverkehr zu einem erheblichen Teil in den Nachtstunden unterwegs ist, sind die Beeinträchtigungen durch den Shutdown auch sehr hoch“, sagte Westenberger. (fh)

Nichts ging mehr: Hier ein Bild vom Hamburger Hauptbahnhof am Dienstagabend. Foto: picture alliance/dpa
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