MIAMI. Die USA haben dem somalischen Fifa-Schiedsrichter Omar Artan am Flughafen von Miami die Einreise verweigert. Der Referee kann damit nicht wie vorgesehen an der Fußball-Weltmeisterschaft teilnehmen, die am Donnerstag beginnt. Das bestätigte der Weltverband Fifa gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.
Der Schiedsrichter habe über ein gültiges Visum verfügt und sei nach der gescheiterten Einreise nach Istanbul zurückgeflogen.
Die genauen Gründe für die Zurückweisung waren zunächst unklar. Die amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde erklärte laut Reuters, der somalischer Staatsangehörige sei nach einer Routinekontrolle wegen nicht näher genannter Sicherheitsbedenken als nicht einreiseberechtigt eingestuft worden. Artan wurde dabei nicht namentlich genannt. Somalia gehört zu den Ländern, die von Einreisebeschränkungen der Regierung von Präsident Donald Trump betroffen sind.

Somalier ist bester Schiedsrichter Afrikas
Die FIFA erklärte, Artan werde nicht an der Weltmeisterschaft teilnehmen und dort keine Spiele leiten können. Zugleich verwies der Verband darauf, dass Einreiseentscheidungen Sache der jeweiligen Behörden des Gastgeberlandes seien.
In Somalia löste der Fall Verärgerung aus. Ciise Aden Abshir, Berater des somalischen Ministeriums für Jugend und Sport und früherer Kapitän der Nationalmannschaft, sagte AFP, Artan habe ein gültiges Visum gehabt. Der Fall sei ein Rückschlag für den somalischen Fußball und für einen Schiedsrichter, der international Anerkennung gefunden habe.
Artan gilt als einer der angesehensten afrikanischen Schiedsrichter. Er war 2025 von der Afrikanischen Fußball-Konföderation als bester männlicher Schiedsrichter des Kontinents ausgezeichnet worden. Für Somalia wäre sein Einsatz bei der Weltmeisterschaft ein historischer Moment gewesen. (rr)





