Anzeige
Anzeige
Anja Arndt, AfD

40. Jubiläum der JUNGEN FREIHEIT: „Heldentaten der deutschen Publizistik“

40. Jubiläum der JUNGEN FREIHEIT: „Heldentaten der deutschen Publizistik“

40. Jubiläum der JUNGEN FREIHEIT: „Heldentaten der deutschen Publizistik“

Roland Tichy, Roger Köppel, Jan Fleischhauer, Peter Hahne und Max Mannhart (v.l.n.r). Fotos: Picture Alliance/ZVG/// Collage: JF.
Roland Tichy, Roger Köppel, Jan Fleischhauer, Peter Hahne und Max Mannhart (v.l.n.r). Fotos: Picture Alliance/ZVG/// Collage: JF.
Roland Tichy, Roger Köppel, Jan Fleischhauer, Peter Hahne und Max Mannhart (v.l.n.r). Fotos: Picture Alliance/ZVG/// Collage: JF.
40. Jubiläum der JUNGEN FREIHEIT
 

„Heldentaten der deutschen Publizistik“

40 Jahre alt wird die JUNGE FREIHEIT in diesen Tagen. Hier gratulieren Chefredakteure und Prominente zum Jubiläum und schreiben, warum es die JF braucht.
Anzeige

Wir ziehen unsere Pickelhaube – von Florian Müller

Florian Müller, Chefredakteur der „Krautzone“. Foto: ZVG

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir als zweimonatlich erscheinende Zeitung in unserer Anfangszeit 2017 zwischen Weihnachten und Neujahr Ausgabe 2 auf die Beine stellen mussten. Damals fragten wir uns: „Und das schafft die JUNGE FREIHEIT jede Woche?“ Daneben ist mir noch eine andere Erinnerung präsent: Auf Instagram hatte die JF lange etwa 12.000 Abonnenten – wir lagen bei circa 5.000. Unsere Kacheln wurden professioneller und besser, und wir pirschten uns langsam heran.

Aber was passierte? Die JF überarbeitete ihre Social-Media-Strategie und ließ uns Staub fressen – heute liegen wir bei 35.000, die JF bei starken 140.000. Eine wichtige Lektion für uns: Nicht im „Ist-Zustand“ denken, sondern in Potenzialen. Die JF hat sich „neu erfunden“ – und uns in der Kreisklasse stehen gelassen – oder mittlerweile vielleicht in der Regionalliga.

Als wir schließlich groß genug wurden, um endlich wahrgenommen zu werden, lernte man den anderen Chef ja auch einmal kennen. Gerade der ähnlich dilettantische Anfang von JF und Krautzone verbindet uns – einfach machen! Als ich Herrn ­Stein das erste Mal begegnete, war schnell klar, dass ihm das Verlegertum auf den Leib geschnitten ist.

„Werde, was du bist“, sagt mein Freund ­Nietzsche dazu, den Herr ­Stein als guter Christ wahrscheinlich nicht besonders mag. Zudem ist er aber auch ein guter Preuße, dem es auch an „preußischer Liberalität“ nicht mangelt: Trotz meines „Anti-Preußen“-Artikels in einer vergangenen Ausgabe, der eine empörte WhatsApp-Nachricht nach sich zog, wurde ich wieder zum Sommerfest eingeladen! Einer der wenigen Gründe, einen Fuß nach Berlin zu setzen.

Heute sind wir acht Jahre im Geschäft, die JF fünfmal länger. Das ist die eigentliche Leistung – und als Kollegen können wir auch halbwegs einschätzen, wie viel Blut, Schweiß und Tränen das gekostet haben mag. Die gesamte Krautzone-Redaktion zieht ihre Pickelhaube und wünscht weiterhin alles Gute!

Florian Müller ist zusammen mit Hannes Plenge Chefredakteur und Herausgeber des Magazins Krautzone.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen


Altmeister der patriotischen Presse – von Roland Tichy

Roland Tichy, Herausgeber von „Tichys Einblick“. Foto: picture alliance / SvenSimon | Malte Ossowski/SVEN SIMON

Muss vielleicht zum 40jährigen Jubiläum doch das Wort „Junge“ vor „Freiheit“ gestrichen werden? Dieter Stein jedenfalls ist der älteste Schülerzeitschriftenredakteur, den ich kenne. Ok, ok, viele Journalisten – ich übrigens auch – haben so angefangen. Aber vierzig Jahre durchgehalten und daraus eine richtige Wochenzeitschrift gemacht zu haben – das hat nur einer geschafft. ­Dieter ­Stein eben. Respekt.

Mein „oberbayerischer Landbote“ wurde nur drei Jahre alt. Andere wechseln eben Terrain, Temperament, Namen. ­Dieter ­Stein zieht unermüdlich wie ein alter Hanomag-Trecker die Furche. Änderungen sind ihm ein Gräuel. Trotzdem hat er sich überwunden und dem mittlerweile doch tatsächlich altehrwürdigen Blatt einen frischeren Anstrich gegeben; fast hätte ich neudeutsch „Facelift“ gesagt.

Aber das verbietet sich beim Altmeister der national-patriotischen Presse selbstverständlich. Jedenfalls hat er etwas Staub aus dem Grau geklopft und die Redaktion sichtbar verjüngt und auf Recherche-Kurs getrimmt. ­Dieter ­Stein schreibt persönlich nicht nur sachkundig über die Grabenkriege des Ersten Weltkriegs; vermutlich hat er sich bei der Befassung mit diesem Thema auch die Technik abgeschaut, das Trommelfeuer des Gegners zu überleben und rechtzeitig wieder nach vorne zu stürmen. Immer formvollendet gekleidet wie ein wahrer Herr tritt er neuerdings gelegentlich in entspannterem Aufzug an (Outfit gestrichen).

Aber dann spürt man einen Hauch Unwohlsein bei ihm, wenn der Kehlkopf nicht durch eine Krawatte geschützt wird. Nein, er jagt nicht flink wie ein Windhund hinter dem Zeitgeist her, kultiviert lieber des im veganen Zeitalter vergessenen Leders Zähigkeit; Kruppstahl gibt es ja nicht mehr. Womit er einer weiteren Probe unterzogen wird: Wieviel Humor verträgt der härteste Chefredakteur des Landes? Denn er hat sie alle überlebt, die Granden der Jahre 1986 folgende. Spiegel, Zeit, Stern, Tagesspiegel, die Könige verweht wie der Sand im Wüstensturm.

Nur ­Dieter ­Stein ändert sich nicht, er steht gerade wie des alten Fritzens Grenadier, und wenn die ganze Welt zerfällt. Streichen Sie „Junge“ nicht. Das wäre der Veränderung zu viel. Das erst zum Achtziger. Den ich Ihnen von Herzen wünsche.

Roland Tichy, Ex-Chefredakteur von Impulse und  Wirtschaftswoche. Seit 2015 Herausgeber des Magazins Tichys Einblick.


Gute Zukunft – von Gloria Fürstin von Thurn und Taxis

Gloria Fürstin von Thurn und Taxis. Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Zum 40jährigen Bestehen der JUNGE FREIHEIT möchte ich dem Blatt von Herzen gratulieren. Es ist wirklich schön, dass die JUNGE FREIHEIT schon vierzig Jahre alt wird. So schnell vergeht die Zeit. Das bedeutet aber auch, dass sie darüber nachdenken muss, ihren Namen zu ändern.

Ist man mit vierzig Jahren noch so jung, dass Mann sich „Junge“ Freiheit nennen darf? Ich jedenfalls werde die Freiheit weiter lesen, egal wie sie heißt, und wünsche der Redaktion, den Gesellschaftern und allen, die mit ihr zu tun haben, alles erdenklich Gute für die Zukunft.

Jetzt unabhängigen Journalismus unterstützen: 40 Jahre Kampf für die Pressefreiheit.

Dem Sog der Masse entziehen – von Max Mannhart

Max Mannhart, Chefredakteur von „Apollo News“. Foto: ZVG

Ich möchte mir nicht vorstellen, wie schwer es gewesen sein muss, vor vierzig Jahren eine konservative Zeitung aufzubauen – nicht nur gegen die politischen Stürme der Zeit, sondern auch mit Schreibmaschinen, Klebelayout und mit dem besten zur Verfügung stehenden Marketinghebel einer Postversandliste. Ohne großes Kapital, so hatte ich es verstanden, konnte man vor der digitalen Revolution keine nennenswerten Medien aufbauen. ­Dieter ­Stein hat es trotzdem irgendwie gemacht. Gemessen daran geht das heute jedenfalls wirklich per Knopfdruck.

Seitdem ist viel geschehen, die JUNGE FREIHEIT ist nicht mehr allein. In einer Zeit, in der die Rechte auf dem Vormarsch ist und in ihrer Erfolgswelle immer mehr reine Geschäftemacher, ideologische Irrlichter und Hasardeure auf dem Weg zum schnellen Geld anzieht, zeigt ­Dieter ­Stein als einer von wenigen eine klare Linie, den seltenen Mut, sich dem Sog der Masse zu entziehen und bei sich zu bleiben – sei es in Fragen der Aufrüstung, der nationalen Sache des ukrainischen Volkes oder einer kritischen rechten Auseinandersetzung mit der AfD.

Unternehmerischer Wille und unerschütterliches Kurshalten sind die Eigenschaften, die einen großen Verleger ausmachen. Und die Fähigkeit, sich selbst treu zu bleiben – das ist doch der Kern, um den es geht in dieser Zeit. Die JUNGE FREIHEIT hat sie.

Max Mannhart, seit 2018 Gründer und Chefredakteur von Apollo News.


Weiter durchhalten – von André Lichtschlag

André Lichtschlag, von „eigentümlich frei“. Foto: ZVG

Als Leser beinahe der ersten Stunde und früher Leserbriefschreiber gratuliere ich Dir von Herzen zu 40 Jahren „Junge Freiheit“. In der JF-Januar-Ausgabe 1989, Seite 11, erschienen damals noch monatlich in Freiburg, schrieb ich in einem Leserbrief so wortmächtig wie virtuos über Dein Baby. Ich zitiere: „Die Zeitung ist super!“ Den Befund musste ich in vier Jahrzehnten nie wirklich revidieren.

Klar, keiner von uns kann immer alles richtig machen und in allen Fragen stets richtig liegen. Und sicher beantworten auch wir beide manche Fragen mal unterschiedlich. Aber mit der Gründung der JF hast Du alles goldrichtig gemacht und im täglichen Bestreben, die für Deutschland so wichtige JF gegen alle Widrigkeiten zu verteidigen, sie zu erhalten und größer und immer stärker zu machen. In diesem Antrieb hast Du ganz sicher auch zu jeder Stunde richtig gelegen.

Deshalb freue ich mich nach bald 40 Jahren Leserschaft auf die nächsten Jahrzehnte JF als wohlige Konstante in einer sich rasant wandelnden Medienlandschaft. Du wirst weiter Kurs halten. Schließlich weißt Du auch, worauf wir uns immer verlassen können: Es sind 106 Meilen bis Chicago, wir haben genug Benzin im Tank, ein halbes Päckchen Zigaretten, es ist dunkel und wir tragen Sonnenbrillen!

André Lichtschlag, Gründer und Herausgeber der Zeitschrift eigentümlich frei seit 1998.


Bedeutender Beitrag zur Meinungsvielfalt – von Roger Köppel

Roger Köppel, Chefredakteur „Der Weltwoche“. Foto: picture alliance/KEYSTONE | GAETAN BALLY

Ich wünsche Dieter Stein und seinem Team alles Gute zu dieser beeindruckenden Leistung. Sie haben auf einem sehr anspruchsvollen Medienmarkt eine neue Marke etabliert durch beständige und leidenschaftliche Arbeit. Sie haben gegen Anfeindungen und Widerstände durchgehalten und Gegensteuer gegeben. Sie haben sich nicht unterkriegen lassen. Das gibt Kraft und ist wesentlich in einer Demokratie und ein bedeutender Beitrag zur Meinungsvielfalt.

Ihr Schwerpunkt ist eine konservative, patriotische Sicht auf die Dinge. Als Sie damit angefangen haben, war der Konservativismus am Boden. Heute erleben wir die Rückkehr des Bewährten und Soliden. Sie waren Ihrer Zeit voraus. Ich freue mich auf weitere Ihrer Ausgaben, die ich mit Freude und Gewinn lese.

Roger Köppel, Verleger und Chefredakteur des Wochenmagazins „Die Weltwoche“ aus der Schweiz.


Junge Freiheit – bloß nicht – von Burkhard Müller-Ullrich

Burkhard Müller-Ullrich, Kontrafunk-Gründer. Foto: picture alliance/KEYSTONE | ANTHONY ANEX
Burkhard Müller-Ullrich, Kontrafunk-Gründer. Foto: picture alliance/KEYSTONE | ANTHONY ANEX

Als ich Ende 1996 die Redaktionsleitung der Sendung „Kultur heute“ im Deutschlandfunk übernahm, hatten wir mehr als ein Dutzend Zeitungsabos. Die JUNGE FREIHEIT gehörte nicht dazu. Das Neue Deutschland hingegen schon. FAZ, Frankfurter Rundschau, taz, Zeit, Spiegel – selbstverständlich. Die Welt musste ich extra bestellen. Gegen die Bild-Zeitung gab es Vorbehalte bei den Kollegen: So was liest man nicht.

Und ich selber hatte mangels Anschauung kein Urteil über die JF. Also blieb es beim Hörensagen – und das war so negativ, dass ich zögerte, als ich die erste Anfrage von der JF bekam, ob ich ein paar Zeilen unter meinem Namen beisteuern wolle. Tatsächlich tat ich es und las dann, nur weil ich im Blatt stand, die ganze Ausgabe. Es war also die Eitelkeit, die mich zum Leser und alsbald zum Freund der Zeitung machte. I

ch war dann in den schlimmen Merkeljahren zwar kein DLF-Redakteur mehr, lieferte aber bis zum Jahr 2022 noch regelmäßig die „Kulturpresseschau“ für das Berliner Programm „Deutschlandradio Kultur“. Dort stellte sich abermals die Frage: Welche Titel kommen in Frage, welche sind zitabel? Die Antwort der Redaktionsleiterin bekam ich sogar schriftlich: der linke Freitag – kein Problem; die JUNGE FREIHEIT – bloß nicht!

Burkhard Müller-Ullrich, Gründer und Geschäftsführer des Kontrafunks.


Zumutung im besten Sinne – von Peter Gauweiler

Peter Gauweiler, langjähriger Bundestagsabgeordneter der CSU. Foto: picture alliance / Metodi Popow | M. Popow

Vierzig Jahre JUNGE FREIHEIT bedeuten 40 Jahre publizistische Beharrlichkeit. Zu einer offenen Demokratie passt es nicht, wenn alle durch dasselbe Fenster auf die Welt blicken müssen. Natürlich brauchte es – heute wie damals, in der alten Bundesrepublik – neben der Linken auch einen festen Beobachtungsposten aus der Gegenrichtung: nicht als Feind der Öffentlichkeit, sondern als Beitrag zu jener Rundumsicht, ohne die Öffentlichkeit gar nicht wirklich entstehen kann.

Die JUNGE FREIHEIT hat diese Aufgabe angenommen: in ihrer Begriffsarbeit zu Freiheit, Nation, Staat, Souveränität und kultureller Selbstbehauptung; ebenso in ihren jahrelangen, höchst wirkungsvollen Appellen für die Pressefreiheit und gegen die Strategie, missliebige Gruppen durch Diffamierung aus dem öffentlichen Gespräch auszuschließen. Sie dabei zu unterstützen, war eigentlich eine Selbstverständlichkeit.

Heute, da der real existierende Sozialismus längst am Boden liegt, haben die Säulenheiligen der rechten Publizistik von einst – allen voran Martin Heidegger und Ernst Jünger – transatlantische Karriere gemacht und sind Teil eines neuen Western Taste geworden. Das politische System der Bundesrepublik blieb gleichwohl auf eine mit Konsequenz verteidigte „Mitte“ angelegt; und ist nicht so schlecht, wie seine Kritiker tun.

Umso mehr sind Ausblick-Plattformen wie die Ihre nach wie vor unverzichtbar: damit aus unserem staatstragenden System keine Scheuklappen-Mitte wird. Ihre Lektüre, liebe JF, bleibt dafür eine Zumutung im besten Sinne. Auch für einen alten 68er-Contra wie dem Gratulanten, der gerade lernt, dass die Revolution nie zu Ende ist. Bleibt also weiter empfänglich für die Zeichen an der Wand, aber für den Geschmack am Leben auch.

Peter Gauweiler, langjähriger CSU-Politiker mit Mandaten im Bayerischen Landtag und im Bundestag.


Beharrlich und standfest – von Heinrich Sickl

Heinrich Sickl, Chefredakteur des „Freilich Magazins“

Zum 40jährigen Bestehen der JUNGEN FREIHEIT gratulieren wir Ihnen im Namen des Freilich-Magazins herzlich. Vier Jahrzehnte unabhängiger Publizistik sind in einer Zeit zunehmender Meinungskorridore, moralischer Gleichschaltung und politischer Konformität keine Selbstverständlichkeit.

Die JF hat sich im deutschsprachigen Raum als unverzichtbare bürgerliche und konservative Stimme etabliert – unbequem, beharrlich und standfest gegen den Druck eines medialen Mainstreams, der echte Debatten oft lieber vermeidet als zulässt.

Auch wir bei Freilich verstehen Journalismus als geistige Auseinandersetzung und als Verpflichtung gegenüber Wahrheit, Freiheit und kultureller Identität. Gerade deshalb verbindet unsere beiden Medien mehr als nur ein ähnliches publizistisches Umfeld: Es ist der gemeinsame Wille, jenen Raum für freie Gedanken offenzuhalten, den andere immer enger machen möchten.

Die Geschichte der JUNGEN FREIHEIT zeigt eindrucksvoll, dass Beharrlichkeit, Mut und publizistische Leidenschaft langfristig mehr bewirken können als politische Kampagnen oder mediale Ausgrenzung. Dass Sie heute auf 40 Jahre erfolgreicher Arbeit zurückblicken können, ist daher nicht nur ein Verdienst Ihrer Redaktion, sondern auch ein wichtiges Signal für die gesamte freiheitlich-konservative Medienlandschaft im deutschsprachigen Raum, und ein Vorbild für nachwachsende Medienmacher aus dem konservativen und rechten Spektrum.

Für die kommenden Jahre wünschen wir Ihnen weiterhin den nötigen Mut zur Kontroverse, journalistische Schärfe und den Erfolg, den unabhängige Medien heute dringender denn je benötigen.

Heinrich Sickl, Chefredakteur und Geschäftsführer des österreichischen Magazins Freilich.


Eine Heldentat – von Helmut Markwort

Helmut Markwort, war Gründer und Herausgeber des „Focus“. Foto: picture alliance / SvenSimon | Frank Hoermann/SVEN SIMON

Die JUNGE FREIHEIT imponiert mir wegen ihrer unabhängigen Position genauso wie wegen ihrer Gründungsgeschichte. Wie der 18jährige Schüler Dieter Stein in diesen vierzig Jahren eine richtige Wochenzeitung mit allen klassischen Ressorts aufgebaut hat, gehört zu den Heldentaten der deutschen Publizistik. Er hat nicht nur die Meinungsvielfalt erweitert, sondern vor allem auch die Informationsvielfalt.

Die oft geforderte Meinungsvielfalt ist ein Nebeneinander vieler unterschiedlicher Leitartikel und Kommentare. Das ist gut so. Die JF hat darüber hinaus für ihre Leser ein Mehr an Informationen geschaffen. Sie veröffentlicht Fakten und Positionen, die in den meisten Medien nicht zu finden sind.

Mein Glückwunsch gilt aber auch den Lesern, die in Zeiten schrumpfender Auflagen die Existenz dieser konservativ-liberalen Zeitung ermöglichen. In einem Milieu, in dem immer mehr Deutsche ihre Meinung nicht zu sagen wagen, gehört Mut dazu, sich jede Woche die junge freiheit in den Briefkasten stecken zu lassen.

Zum Jubiläum wünsche ich den Kollegen, dass die Bestimmer in den öffentlich-rechtlichen Anstalten ihre Brandmauer gegenüber der JUNGEN FREIHEIT einreißen. Unsere Demokratie wird besser, wenn im „Presseclub“ auch die Stimme der jungen freiheit zu hören ist. Wo die linke taz einen Stammplatz hat, muss das Publikum auch ab und zu den rechten Dieter Stein erleben.

Helmut Markwort war Gründungschefredakteur und Herausgeber des Focus-Magazins.


Tapfer durchgehalten – von Jan Fleischhauer

Jan Fleischhauer, Publizit. Foto: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch
Jan Fleischhauer, Publizist. Foto: picture alliance / HMB Media | Uwe Koch

Ich habe ein Herz für Außenseiter. Wenn es nach mir ginge, müsste man eine Antidiskriminierungsquote für die Unangepassten und Widerständigen einrichten. Dass man auch in einer Demokratie aufpassen muss, dass die Minderheit nicht unter die Räder gerät, ist einer der Urlehren meiner Kindheit. Solidarität mit allen, die von der Mehrheit bedrängt werden – das war das, was mir meine sozialdemokratische Mutter mit auf den Weg gab.

Wenn man sich in Mediendeutschland umsieht, gehört die JUNGE FREIHEIT eindeutig zu den bedrohten Minderheiten. Was haben die anderen nicht alles unternommen, um die JF vom Platz zu fegen. Kein Trick wurde ausgelassen, auch kein schmutziger. Aber die Redaktion hat 40 Jahre tapfer durchgehalten. Allein das ist einen großen Glückwunsch wert!

Ich weiß, in der JUNGEN FREIHEIT stehen lauter Dinge, die man links der Mitte furchtbar kritisch sieht. Aber das ist ja der Witz an der Pressefreiheit: Sie gilt umfassend. Und seid vorsichtig, würde ich aus Erfahrung allen raten, die in Versuchung sind, ihre Macht gegen die Kleineren auszunutzen. Die politischen Verhältnisse können sich ändern. Dann seid möglicherweise ihr diejenigen, die darauf angewiesen sind, dass es Leute gibt, die im Namen der Freiheit die Stimme erheben.

Jan Fleischhauer, Kolumnist, erst beim Spiegel, heute für Focus


Mit der Steinschleuder – von Peter-Hahne

Peter Hahne, Bestsellerautor. Foto: ZVG

Vierzig Jahre und kein bisschen leise! Ein Blatt, das quer ist, ohne queer zu sein. Quer zum Hauptstrom der Steuer-subventionierten Einheits-Medien, der Hätschelkinder der (noch) Herrschenden. Ein greller Ton im Regenbogen der Diversität, der sonst fehlen würde. Die JUNGE FREIHEIT ist Garant für Vielfalt, die im früheren Land der Dichter und Denker zur Einfalt verkommen ist. Einfältige Pseudo-Journalisten, gestützt von Psycho-Politikern, arbeiten sich seit vierzig Jahren an diesem Erfolgsmodell ab.

Medienleute und Politdarsteller beißen sich die Zähne aus. Aber die JF in ihrem Lauf hält weder Ochs … Ja, auch den Eseln in der neidischen Konkurrenz bleibt die Spucke weg. Doch für Neid muss man hart arbeiten. Mitleid bekommt man geschenkt. JF steht für Leuchtfeuer. JF steht für verlässliche Qualität im Strom der Relotius-Blätter und Böhmermann-Sender. Der höchste Orden ist eine treue Leserschaft.

Aus der badischen Gartenlauben-Idylle rein in die Berliner Kampfzone — begleitet von einem Krieg, wie ihn nur noch der alte Axel Springer erleben musste. David gegen den Goliath der „Anderen“. Die bloße Steinschleuder des Dieter Stein gegen den hoch gerüsteten Rest der Welt. Vierzig Jahre unkaputtbar zu sein bedeutet: Sieg! Mit einer hochmotivierten Mannschaft – wobei die deutsche Grammatik die Damen des Hauses nicht nur einschließt, sondern hervorhebt.

Wer unbeschadet durchs Feuer gegangen ist, den kann nichts mehr erschrecken. Erst recht nicht all die schwurbelnden Fake-News und Verschwörungstheorien der Herrschenden. Nur die Wahrheit macht frei, sagt Jesus Christus. Gott segne Euch!

Peter Hahne, Bestsellerautor, war über Jahrzehnte das Nachrichtengesicht des ZDF.

Roland Tichy, Roger Köppel, Jan Fleischhauer, Peter Hahne und Max Mannhart (v.l.n.r). Fotos: Picture Alliance/ZVG/// Collage: JF.
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles