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Anja Arndt, AfD

Nach dem Parteitag: Die FDP muss zurück zu den Wurzeln

Nach dem Parteitag: Die FDP muss zurück zu den Wurzeln

Nach dem Parteitag: Die FDP muss zurück zu den Wurzeln

Der neue FDP-Chef Wolfgang Kubicki: Steht vor einer schwierigen Aufgabe. (Themenbild/Collage)
Der neue FDP-Chef Wolfgang Kubicki: Steht vor einer schwierigen Aufgabe. (Themenbild/Collage)
Der neue FDP-Chef Wolfgang Kubicki: Steht vor einer schwierigen Aufgabe. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Bernd Elmenthaler/Geisler-Fotopress
Nach dem Parteitag
 

Die FDP muss zurück zu den Wurzeln

Viel zu lange lief die FDP dem Zeitgeist hinterher. Will sie sich eine Chance verdienen, muss sie konsequent für die Freiheit kämpfen – auch, wenn es linkeren Parteikollegen nicht gefällt. Ein Kommentar von Katja Adler.
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Wolfgang Kubicki hat sich durchgesetzt – 59 zu 39 Prozent gegen die überraschend angetretene Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Triumph und Neuanfang? Nein. Schon die überlange, austeilende Bewerbungsrede von Strack-Zimmermann zeigte, wie tief gespalten die FDP ist. Und ihr Ergebnis bewies es einmal mehr. Fast du Hälfte der Delegierten ist bereit, ihrer eigenwilligen Interpretation von Liberalität eine Stimme zu geben.

Was Kubicki daher bevorsteht, ist mehr als Krisenmanagement. Er muss eine Partei neu aufstellen, in der Beisitzerinnen wie Nadin Zaya liberale Parteikollegen öffentlich als „rechten Rand der Gesellschaft“ diffamieren können und gleichwohl mit mehr als 50 Prozent ins Parteipräsidium gewählt werden.

Die Basis der FDP braucht Mut zur Richtungsänderung

Genau das ist das Problem: Zu lange hat die FDP dem Sog der neuen Progressivität nachgegeben – jener Ideologie, die Liberalität mit Grenzenlosigkeit verwechselt, Wissenschaft ignoriert, wenn sie nicht passt, und die sich anmaßt, gesellschaftlichen Fortschritt politisch definieren und erzwingen zu können.

Wer die FDP retten will, muss zurück zu ihren Wurzeln: Wirtschaftsliberalismus, Eigenverantwortung, individuelle Freiheit als Prinzip. Kubicki kann den Rahmen schaffen. Aber nur, wenn die Basis endlich den Mut, die Bereitschaft und vor allem die Mehrheit zur echten Richtungsänderung aufbringt.


Katja Adler, Politikberaterin, war von 2021 bis 2025 Bundestagsabgeordnete der Freien Demokraten. 2024 erschien ihr Buch „Rolle rückwärts DDR? Wie unsere Freiheit in Gefahr gerät“

Aus der JF-Ausgabe 24/26.

Der neue FDP-Chef Wolfgang Kubicki: Steht vor einer schwierigen Aufgabe. Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress | Bernd Elmenthaler/Geisler-Fotopress
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