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Britischer Premierminister: Heute Rücktritt? Labour-Aufstand gegen Keir Starmer

Britischer Premierminister: Heute Rücktritt? Labour-Aufstand gegen Keir Starmer

Britischer Premierminister: Heute Rücktritt? Labour-Aufstand gegen Keir Starmer

Am Abgrund: Großbritanniens Premierminister Keir Starmer.
Am Abgrund: Großbritanniens Premierminister Keir Starmer.
Am Abgrund: Großbritanniens Premierminister Keir Starmer. Foto: picture alliance / AP | James Manning
Britischer Premierminister
 

Heute Rücktritt? Labour-Aufstand gegen Keir Starmer

In der britischen Labour-Partei entwickelt sich eine Palastrevolution gegen Premierminister Starmer. Mehr als 70 Abgeordnete und wichtige Minister fordern seinen Rücktritt. Heute kommt es zum Showdown.
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LONDON. Das Debakel für Labour bei den britischen Kommunalwahlen scheint zum Sargnagel für Premierminister Keir Starmer zu werden. Inzwischen fordern mehr als 70 der 411 Abgeordneten seiner sozialdemokratischen Partei den Rücktritt des Regierungschefs.

Noch schwerer aber wiegt, dass sich die beiden wichtigsten Ministerinnen in seinem Kabinett nun gegen ihn wenden. Innenministerin Shabana Mahmood habe ihm geraten, so meldet die BBC, einen Zeitplan für seinen Rücktritt vorzulegen. Laut dem Guardian und Sky soll auch Außenministerin Yvette Cooper Starmer den Rücktritt nahegelegt haben.

Auf der heutigen Kabinettssitzung könnte der Druck so groß werden, dass der Premier seinen Hut nimmt. Er war erst vor zwei Jahren mit einem Erdrutschsieg an die Regierung gekommen. Labour gewann zwar nur 34,1 Prozent der Stimmen, sicherte sich damit aber aufgrund des Mehrheitswahlrechts 63 Prozent der Abgeordneten.

Minister-Assistenten treten zurück

Die Revolution gegen Starmer hat inzwischen auch Mitarbeiter der Minister erfasst. Die sogenannten Parliamentary Private Secretaries (PPS) traten gestern reihenweise zurück. Vier britische Regierungsmitglieder haben so ihre Assistenten verloren. Betroffen sind das Gesundheits-, das Umweltministerium sowie das Cabinet Office und Vize-Regierungschef David Lammy.

Ein nicht namentlich genannter Minister sagte dem Guardian, es gebe im Kabinett derzeit „unterschiedliche Ansichten darüber, wie es weitergehen soll und was im besten Interesse von Partei und Land ist“.

Starmers Labour nur noch auf Platz drei

Laut aktuellen Umfragen liegt die rechtskonservative Reform-UK-Partei von Nigel Farage mit 26 Prozent deutlich vorn. Dahinter folgen die Konservativen mit 18,5 (Verluste von fünf Punkten) und Labour mit 18 Prozent. Dahinter liegen die deutlich erstarkten Grünen (16 Prozent) und die Liberaldemokraten (12 Prozent).

Bei den Kommunalwahlen in England hatte Labour vergangene Woche mehr als 1.400 Mandate verloren. In ihrer jahrzehntelangen Hochburg Wales landete die Partei bei der Parlamentswahl hinter der Unabhängigkeitspartei Plaid Cymru und Reform UK nur noch auf Platz drei.

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Bisher hat Starmer Rücktrittsforderungen mehrfach abgelehnt. Erst am gestrigen Montag sagte der Premierminister, er wisse, dass er Zweifler habe und diese von sich überzeugen müsse – „und das werde ich“, sagte er. Fraglich ist, ob er diese heute im Kabinett von einer Palastrevolution abhalten kann. (fh)

Am Abgrund: Großbritanniens Premierminister Keir Starmer. Foto: picture alliance / AP | James Manning
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