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Überwachungsmaßnahme: Werden VPN-Dienste in der EU bald verboten?

Überwachungsmaßnahme: Werden VPN-Dienste in der EU bald verboten?

Überwachungsmaßnahme: Werden VPN-Dienste in der EU bald verboten?

VPN-System auf dem Telefon (Symbolbild): Das EU-Parlament schlägt vor, Altersverifizierungen beim Einrichten des Telefons einzuführen. Foto: picture alliance / Picvario Media | Sergey Elagin
VPN-System auf dem Telefon (Symbolbild): Das EU-Parlament schlägt vor, Altersverifizierungen beim Einrichten des Telefons einzuführen. Foto: picture alliance / Picvario Media | Sergey Elagin
VPN-System auf dem Telefon (Symbolbild): Eine EU-Behörde schlägt vor, Altersverifizierungen beim Einrichten des Telefons einzuführen. Foto: picture alliance / Picvario Media | Sergey Elagin
Überwachungsmaßnahme
 

Werden VPN-Dienste in der EU bald verboten?

Einer EU-Behörde sind Anonymisierungsdienste im Internet ein Dorn im Auge. Durch sie können sich Bürger den Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen einzelner Mitgliedstaaten entziehen.
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BRÜSSEL. Der wissenschaftliche Dienst des EU-Parlament hat die Einschränkung von virtuellen privaten Netzwerken (VPN) ins Spiel gebracht. Er begründete die Idee mit der Altersverifikation auf pornografischen Internetseiten, die durch VPNs umgangen werden kann. „Der Schutz von Kindern im Internet steht weit oben auf der politischen Agenda, und es werden neue Rechtsrahmen umgesetzt, die ein Mindestalter für den Zugang zu bestimmten Online-Produkten und -Diensten vorschreiben“, heißt es in einem Schreiben, das die Behörde am Donnerstag auf X veröffentlichte.


Mit einem VPN verbindet sich der Nutzer nicht direkt mit einer Internetseite, sondern zunächst mit einem Server des jeweiligen Anbieters. Von dort aus wird die Verbindung weitergeleitet, wodurch die Daten des Nutzers anonymisiert werden. Dritte können schwerer nachvollziehen, welche Seiten der Nutzer aufruft.

In Diktaturen ist es ohne VPN fast unmöglich, frei auf das Internet zugreifen zu können. Unter anderem bietet Nordkorea nur ein stark kontrolliertes Intranet an, während China mit der „Great Firewall“ massenhaft Internetseiten blockiert und der Iran soziale Netzwerke sperrt.

VPN-Anbieter wehren sich gegen Überwachungsmaßnahme

Dennoch sieht die Behörde in VPNs ein Problem: „Im Zusammenhang mit dem Kinderschutz sind VPNs insofern relevant, als sie es Nutzern ermöglichen, nationale Vorgaben zu Verfahren der Altersverifikation auf Plattformen und Webseiten zu umgehen, die pornografische Inhalte und andere Formen von Inhalten bereitstellen, die als schädlich für Kinder gelten.“

Als Beispiel nannte der Dienst das Vereinigte Königreich. Das verpflichte mit dem „Online Safety Act“ Internetseiten dazu, „Kinder am Zugang zu schädlichen und nicht altersgerechten Inhalten zu hindern“ und „Eltern und Kindern klare und zugängliche Meldemechanismen bereitzustellen“. Dadurch sei die Nutzung von VPNs „stark angestiegen“.

EU schlägt Altersverifizierung direkt auf dem Gerät vor

Als Beispiel dafür, wie dieses Schlupfloch gestopft werden könne, verwies Denkfabrik auf ein neues Gesetz in Kalifornien. Dieses schreibt vor, dass „Nutzer bei der erstmaligen Einrichtung des Geräts das Alter angeben und dass diese Information in ein verschlüsseltes Signal codiert wird, das eine Altersgruppe an Apps und Online-Dienste übermittelt“. Das Gesetz tritt Anfang 2027 in Kraft.


Mehrere VPN-Anbieter wehrten sich gegen die Forderung nach stärkeren Kontrollen. „Die Regierung sollte ihre Energie besser darauf verwenden, Eltern dabei zu helfen, die bereits verfügbaren Tools zu verstehen und zu nutzen“, sagte der Geschäftsführer von „Windscribe“, Yegor Sak, gegenüber „Techradar“. „Der Schutz von Kindern ist eine elterliche Verantwortung, keine regulatorische.“ (mas)

VPN-System auf dem Telefon (Symbolbild): Eine EU-Behörde schlägt vor, Altersverifizierungen beim Einrichten des Telefons einzuführen. Foto: picture alliance / Picvario Media | Sergey Elagin
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