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Stromversorgung: Belgien stoppt Rückbau aller Atomkraftanlagen

Stromversorgung: Belgien stoppt Rückbau aller Atomkraftanlagen

Stromversorgung: Belgien stoppt Rückbau aller Atomkraftanlagen

Kühltürme des Atomkraftwerks Tihange in Belgien: Die meisten Reaktoren sind bereits stillgelegt worden. (Themenbild)
Kühltürme des Atomkraftwerks Tihange in Belgien: Die meisten Reaktoren sind bereits stillgelegt worden. (Themenbild)
Kühltürme des Atomkraftwerks Tihange in Belgien: Die meisten Reaktoren sind bereits stillgelegt worden. Foto: picture alliance / imageBROKER | alimdi / Arterra / Philippe Clém
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Belgien stoppt Rückbau aller Atomkraftanlagen

Während Deutschland seine Atomkraftwerke sprengt, will Belgien „sichere, bezahlbare und nachhaltige Energie“ – und und stoppt den Rückbau der Kernreaktoren im Land. Auch von einer möglichen Verstaatlichung der Atomkraftwerke ist die Rede.
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BRÜSSEL. Die belgische Regierung hat den Rückbau sämtlicher Atomkraftanlagen im Land gestoppt und Verhandlungen über die Verstaatlichung der Anlagen eingeleitet. „Wir setzen auf sichere, bezahlbare und nachhaltige Energie“, teilte Premierminister Bart De Wever am Donnerstag auf dem Kurznachrichtendienst X mit. Damit wolle man die Abhängigkeit von „fossilen Importen“ reduzieren und „mehr Kontrolle“ über die eigene Energieversorgung erlangen.

Derzeit sind in Belgien zwei Atomkraftwerke in Betrieb, das unweit von Antwerpen gelegene Kraftwerk Doel sowie das Kraftwerk Tihange, das 60 Kilometer von Aachen entfernt liegt. Mit deren Verstaatlichung übernehme die Regierung „Verantwortung für die langfristige Energiesicherheit“ des Landes, heißt es in einem gemeinsamen Statement mit der bisherigen Betreiberfirma Engie aus Frankreich.

Ziel sei es, ein „ökonomisch tragfähiges Geschäftsmodell“ aufzubauen, das Versorgungssicherheit, die Stärkung der Belastbarkeit der Industrie, Wohlstandssicherung und die Erfüllung der Klimaziele in Einklang bringe. Bis Anfang Oktober soll eine detaillierte Vereinbarung dazu feststehen.

Deutschland schaltete die Atomkraftwerke bereits 2023 ab

Bereits im Mai 2025 hatte Belgiens Parlament die Abkehr vom Atomausstieg gebilligt (JF berichtete). Nach den 2003 beschlossenen Plänen sollten die Kraftwerke Doel und Tihange im vergangenen Jahr abgeschaltet werden, kurz nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine war diese Frist aber vorläufig bis 2035 verlängert worden. Fünf von insgesamt sieben Reaktoren wurden allerdings bereits stillgelegt. Inzwischen plant die belgische Regierung, neue Kernkraftanlagen zu bauen.


In Deutschland hatte die Ampel-Bundesregierung den Atomausstieg bereits im April 2023 mit der Abschaltung der letzten verbliebenen Kraftwerke vollzogen. Den Beschluss dafür hatte die CDU-geführte Regierung 2011 gefasst, nachdem ein Tsunami das japanische Kernkraftwerk Fukushima zerstört hatte. (kuk)

Kühltürme des Atomkraftwerks Tihange in Belgien: Die meisten Reaktoren sind bereits stillgelegt worden. Foto: picture alliance / imageBROKER | alimdi / Arterra / Philippe Clém
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