BERLIN. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist im aktuellen Politikerranking des Instituts Insa erstmals auf den letzten Platz abgestürzt. Mit nur 2,9 Punkten fiel er im Ranking von Rang 18 auf Platz 20 und bildet nun das Schlusslicht unter den abgefragten Spitzenpolitikern.
Besonders brisant: Selbst im eigenen politischen Lager verliert Merz sichtbar an Rückhalt. Unter CDU- und CSU-Wählern kommt der Kanzler nur noch auf Platz fünf.

Vor ihm liegen Markus Söder (CSU), Boris Pistorius (SPD), Hendrik Wüst (CDU) und Alexander Dobrindt (CSU). Nur zehn Prozent der für die Bild-Zeitung Befragten bewerten Merz demnach positiv, 58 Prozent vergeben schlechte Noten. Während der Kanzler abstürzt, legen mehrere Unionspolitiker zu. Dobrindt verbessert sich von Rang acht auf sechs, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann rückt in die Top Ten vor.
Merz verliert den Anschluss
Auch Söder und Wüst schneiden deutlich besser ab als der Regierungschef. Dass ausgerechnet der eigene Kanzler in der Union nur noch hinter mehreren Parteifreunden rangiert, dürfte in Berlin aufmerksam registriert werden. Angeführt wird das Ranking weiterhin von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). Dahinter folgen Cem Özdemir (Grüne) und Wüst. Auch AfD-Chefin Alice Weidel verliert leicht und fällt von Rang sechs auf acht.
Für Merz ist der Absturz ein weiterer Rückschlag. Erst zuletzt hatten Umfragen bereits eine wachsende Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung angezeigt. Nun folgt auch im persönlichen Politiker-Ranking ein historischer Tiefpunkt. (rr)






