WASHINGTON D.C. Bei einer Veranstaltung mit US-Präsident Donald Trump in Washington sind am Sonntag Schüsse gefallen. Der Vorfall ereignete sich beim traditionellen Dinner der White-House-Korrespondenten. Trump saß auf der Bühne. Als die Schüsse fielen, eilten Sicherheitsbeamte nach vorne, stellten sich vor ihn und begleiteten ihn dann von der Bühne, wie Aufnahmen zeigen.
“Shots fired,” screamed the Secret Service agents.
President Trump and Cabinet members were escorted out of the main ballroom by the Secret Service and the U.S. Marshals. pic.twitter.com/s1ikd8tun8
— The Washington Times (@WashTimes) April 26, 2026
Auf einem weiteren Video ist zu sehen, wie ein Sicherheitsbeamter Vizepräsident JD Vance von seinem Stuhl zerrt und ihn von der Bühne bringt. Trump hatte die Schüsse offensichtlich nicht sofort registriert: Als Anwesende im Saal bereits in Panik gerieten, zeigte er noch keine Regung.
Schütze spendete für Kamala Harris
Die Schüsse waren außerhalb des Festsaals in einem Kontrollbereich abgegeben worden. Der Angreifer selbst feuerte nach aktuellem Stand der Erkenntnisse einen Schuss ab. Ein Sicherheitsbeamter wurde verletzt. Secret-Service-Direktor Sean Curren sagte, der Vorfall zeige, dass das mehrstufige Sicherheitssystem funktioniere.

Trump veröffentlichte später das Bild eines am Boden liegenden Tatverdächtigen bei Truth Social. Es handelt sich um einen 31jährigen Mann aus Kalifornien, der nach ersten Erkenntnissen der Polizei Gast in dem Hotel war, in dem das Dinner stattfand. Wie CNN berichtet, hatte er im Oktober 2024 für den Präsidentschaftswahlkampf der Demokratin Kamala Harris gespendet, und zwar 25 US-Dollar.
Der Sender führt unter Berufung auf ein LinkedIn-Profil weiter aus, dass der Schütze als Teilzeitlehrer bei einem Unternehmen für Nachhilfe und Prüfungsvorbereitung arbeite. Außerdem sei er im Dezember 2024 von seinem Unternehmen zum „Lehrer des Monats“ gekürt worden. Studiert habe er Maschinenbau und den Studiengang mit einem Bachelor abgeschlossen. Anschließend erwarb er einen Master in Informatik.
Trump: Hätte gerne weitergemacht
Unterdessen sagte Trump am Samstagabend vor der Presse, er habe bei den Schüssen zunächst gedacht, es habe sich um ein auf den Boden fallendes Tablet gehandelt. „Es war ein ziemlich lautes Geräusch, das von ziemlich weit weg kam.“ Er habe eigentlich gewünscht, dass die Veranstaltung weitergeht. Jedoch hätten die Behörden sie aufgefordert, das Gelände zu verlassen. „Wir werden einen neuen Termin finden.“
Nach dem Zwischenfall meldeten sich verschiedene ausländische Politiker zu Wort und verurteilten die Tat. „Gewalt sollte niemals die Antwort sein“, sagte etwa Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum. Auch Venezuelas amtierende Staatschefin Delcy Rodríguez verurteilte den Angriff „aufs Schärfste“. (ser)





