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Botschafter einbestellt: Deutschland reagiert auf russische Drohung

Botschafter einbestellt: Deutschland reagiert auf russische Drohung

Botschafter einbestellt: Deutschland reagiert auf russische Drohung

Sergej Netschajew, russischer Botschafter in Berlin: Nicht nur Deutschland, sondern auch ein zweites europäisches Land hat den russischen Botschafter einbestellt. Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
Sergej Netschajew, russischer Botschafter in Berlin: Nicht nur Deutschland, sondern auch ein zweites europäisches Land hat den russischen Botschafter einbestellt. Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
Sergej Netschajew, russischer Botschafter in Berlin: Er ist nicht der einzige russische Botschafter in Europa, der einbestellt wurde. Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
Botschafter einbestellt
 

Deutschland reagiert auf russische Drohung

Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Berlin einbestellt. Damit reagierte Deutschland auf eine Drohung des russischen Verteidigungsministers und eines ehemaligen Staatschefs.
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BERLIN. Das Auswärtige Amt hat den russischen Botschafter in Berlin, Sergej Netschajew, einbestellt. „Unsere Antwort ist klar: Wir lassen uns nicht einschüchtern“, schrieb das Ministerium am Montag auf „X“. Es warf Russland vor, Ziele in Deutschland bedroht zu haben. Das wäre „ein Versuch, unsere Unterstützung für die Ukraine zu schwächen und unsere Geschlossenheit zu testen“. Das Amt stellte klar: „Solche Drohungen und alle Arten von Spionageaktivitäten in Deutschland sind vollkommen inakzeptabel.“

Hintergrund ist eine Aussage des russischen Verteidigungsministers Andrei Beloussow. Er sprach vergangene Woche von möglichen Zielen in Europa, die das ukrainische Militär unterstützen. Dmitri Medwedew, ehemaliger russischer Staatschef und derzeit stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrates, fügte auf „X“ hinzu: „Die Liste europäischer Einrichtungen, die Drohnen und andere Ausrüstung herstellen, ist eine Liste potentieller Ziele für die russischen Streitkräfte. Wann Schläge zur Realität werden, hängt davon ab, was als Nächstes kommt. Gute Nacht, europäische Partner!“

Deutschland unterstützt die Ukraine weiterhin

Mit der Drohung reagierte Russland mutmaßlich unter anderem auf den Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am vergangenen Dienstag. Er schloss mit der deutschen Regierung weitere Unterstützungsmaßnahmen ab. Unter anderem wurde die „Produktion von Drohnen mittlerer und langer Reichweite unter Einsatz fortschrittlicher Technologien“ vereinbart, teilte das Verteidigungsministerium mit. „Das Projekt umfasst die Gründung eines Joint Ventures mit dem Ziel der Lieferung von Tausenden von Drohnen zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit der ukrainischen Streitkräfte.“

Zudem finanziert Deutschland einen Vertrag der Ukraine mit der Firma Raytheon über die Lieferung von mehreren Hundert Patriot-Raketen und eine Vereinbarung mit der Firma Diehl Defence zur Lieferung weiterer Startgeräte für IRIS-T-Luftabwehrsysteme. „Weiter wird Deutschland die Ukraine bei der Finanzierung sogenannter Deep-Strike-Fähigkeiten unterstützen. Dazu gehört eine Investition in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro“, heißt es vom Ministerium. „Schließlich haben Deutschland und die Ukraine eine Vereinbarung über den Austausch von Gefechtsfelddaten zwischen ihren Verteidigungsministerien unterzeichnet.“

Nicht nur Deutschland reagierte auf die Drohungen Russlands. Auch das tschechische Außenministerium bestellte den russischen Botschafter in Prag ein. „Die Erklärungen richteten sich gegen mehrere tschechische Unternehmen, die als potentielle Ziele russischer Angriffe identifiziert wurden“, sagte das Ministerium. (mas)

Sergej Netschajew, russischer Botschafter in Berlin: Er ist nicht der einzige russische Botschafter in Europa, der einbestellt wurde. Foto: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
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