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„Bisschen schwierig“: Anetta Kahane kritisiert Meldestelle der eigenen Stiftung

„Bisschen schwierig“: Anetta Kahane kritisiert Meldestelle der eigenen Stiftung

„Bisschen schwierig“: Anetta Kahane kritisiert Meldestelle der eigenen Stiftung

Anetta Kahane kritisiert die Meldestelle Antifeminismus der Amadeu Antonio Stiftung
Anetta Kahane kritisiert die Meldestelle Antifeminismus der Amadeu Antonio Stiftung
„Total ungünstig“: Anetta Kahane. Foto: IMAGO / Jürgen Heinrich
„Bisschen schwierig“
 

Anetta Kahane kritisiert Meldestelle der eigenen Stiftung

2023 ging die „Meldestelle Antifeminismus“ an den Start – angestoßen von der Amadeu Antonio Stiftung und finanziert von der Bundesregierung. Jetzt findet ausgerechnet die Gründerin der Stiftung kritische Töne zu dem Projekt.
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BERLIN. Die Gründerin der linken Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, ist auf Distanz zur von ihrer eigenen Stiftung gegründeten „Meldestelle Antifeminismus“ gegangen. „Ich bin kein großer Fan von dem Projekt“, sagte Kahane am Dienstag bei einer von der konservativen Denkfabrik „Republik21“ veranstalteten Podiumsdiskussion zum Thema Meinungsfreiheit.

„Ich habe das immer schon ein bisschen nicht verstanden“, fügte Kahane noch an: „Ich fand das immer ein bisschen schwierig, das Projekt.“ Es habe am Anfang auch „eine ganz andere Zielsetzung“ gehabt, habe sich dann aber anders entwickelt, „und ich habe dann relativ schnell die Stiftung verlassen“.

Kahane schied 2022 aus der Amadeu Antonio Stiftung aus. Im selben Jahr initiierte die Stiftung die „Meldestelle Antifeminismus“. Warum genau sie das Projekt kritisch sieht, verriet die 71jährige nicht. Auf dem Podium stellte sie lediglich darauf ab, dass sie den Namen „total ungünstig“ gefunden habe. „Meine Güte, das war doch klar, dass dann alle Leute sich darauf stürzen.“ Ihrer Ansicht nach hätte man es besser „Forschungsstelle“ nennen sollen.
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Meldestelle sorgte von Anfang an für Kritik

Die Meldestelle Antifeminismus will nach eigenen Angaben „die Auswirkungen des breiten gesellschaftlichen Antifeminismus anhand konkreter Daten sichtbar machen“. Antifeminismus soll „in seiner Relevanz für antidemokratische und menschenfeindliche Bestrebungen mehr ins öffentliche Bewusstsein“ gerückt werden.

Wer eine Meldung machen will, soll dabei angeben, was passiert ist, wann es passiert ist und wo es passiert ist. Dabei soll auch benannt werden, von wem der „Angriff“ ausging, wobei die Meldestelle anmerkt: „keine Namensnennung“. Die Meldestelle wird vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert. Seit 2025 wird sie von dem Verein „Lola für Demokratie“ getragen.

Die Meldestelle und ihre staatliche Förderung sorgte in der Vergangenheit für erhebliche Kritik. So verwies der Spiegel 2023 in einem Kommentar unter dem Titel „Schöner petzen mit den Grünen“ auf die Stasi-Vergangenheit Kahanes. Mit dem Portal gehe es darum, „sich die deutscheste aller Untugenden zunutze zu machen: die Lust, den Nachbarn und Kollegen anzuschwärzen“. (ser)

„Total ungünstig“: Anetta Kahane. Foto: IMAGO / Jürgen Heinrich
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