Anzeige
Anzeige

Umwelt: Touristen sollen jetzt Berlins Müll aus der Spree fischen

Umwelt: Touristen sollen jetzt Berlins Müll aus der Spree fischen

Umwelt: Touristen sollen jetzt Berlins Müll aus der Spree fischen

In Berlin sollen nun Touristen für das Einsammeln von Müll belohnt werden. Foto: IMAGO / Jürgen Held
In Berlin sollen nun Touristen für das Einsammeln von Müll belohnt werden. Foto: IMAGO / Jürgen Held
In Berlin sollen nun Touristen für das Einsammeln von Müll belohnt werden. Foto: IMAGO / Jürgen Held
Umwelt
 

Touristen sollen jetzt Berlins Müll aus der Spree fischen

Berlin will Touristen künftig fürs Müllsammeln belohnen. Mit Gutscheinen, höheren Bußgeldern und mehr Müllfahndern versucht der Senat, die Hauptstadt wieder in den Griff zu bekommen.
Anzeige

BERLIN. Der Berliner Senat hat im Kampf gegen die Vermüllung der Hauptstadt (die JF berichtete) ein neues Tourismusprojekt angekündigt: Künftig sollen Besucher im Sommer Abfälle aus der Spree fischen und dafür mit Gutscheinen belohnt werden. Das Konzept „BerlinPay“ soll noch vor Pfingsten vorgestellt werden.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) sagte, man wolle sich am Modell von Kopenhagen orientieren. Dort werden Touristen beim Projekt „CopenPay“ mit kleinen Vergünstigungen belohnt, wenn sie sich umweltfreundlich verhalten oder beim Saubermachen helfen.

Berlin kämpft seit Jahren mit wilden Müllkippen, verdreckten Straßen und illegal entsorgtem Sperrmüll. Allein die Berliner Stadtreinigung gab nach Angaben des Senats im vergangenen Jahr 13 Millionen Euro für die Beseitigung illegaler Müllablagerungen aus. Der Senat aus CDU und SPD hat deshalb die Bußgelder bereits deutlich erhöht. Für weggeworfene Einwegbecher werden inzwischen 250 Euro fällig, liegengebliebener Hundekot kostet mindestens 80 Euro.

Mehr Personal für Berlins Müll

Auch personell will die Hauptstadt nachlegen. Die Bezirke sollen ihre Müllfahnder in den kommenden Wochen auf insgesamt 68 Kräfte aufstocken. Sie sollen vor allem kleinere Verstöße wie weggeworfene Zigarettenkippen, Tüten oder illegal abgestellten Sperrmüll ahnden. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) warb für eine sauberere Hauptstadt. Wer seinen Müll achtlos wegwerfe, schade auch dem Ansehen der Stadt.

Zugleich wird über eine neue Verpackungssteuer diskutiert. Nach dem Vorbild von Potsdam könnte Berlin künftig zusätzliche Abgaben auf Einwegbecher und Besteck erheben. Die Industrie- und Handelskammer warnt jedoch vor mehr Bürokratie und zweifelt an der Wirksamkeit solcher Maßnahmen. (rr)

In Berlin sollen nun Touristen für das Einsammeln von Müll belohnt werden. Foto: IMAGO / Jürgen Held
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles