BERLIN. In der wöchentlichen Forsa-Umfrage ist die CDU/CSU auf 21 Prozent abgerutscht. Das ist der tiefste Wert, den das Institut seit dem 2. November 2021 gemessen hat.
Wie lange das politisch her ist, zeigt, dass damals noch Angela Merkel (CDU) Bundeskanzlerin war. Ihr Nachfolger Olaf Scholz (SPD) wurde erst 8. Dezember vereidigt. Die Bundestagswahl hatte die Union kurz vorher verloren. Die SPD stand in dieser Umfrage noch mit 25 Prozent auf Platz eins, die AfD bei neun Prozent auf Rang neun. Die Genossen haben sich seitdem mehr als halbiert und sind auf den vierten Platz abgerutscht. Die Blauen dagegen haben sich genau verdreifacht und liegen in der Wählergunst unangefochten vorn.

AfD sechs Punkte vor CDU/CSU
Denn die AfD steht unverändert zur Vorwoche bei 27 Prozent. Sie hat den Vorsprung auf die Union durch deren Verluste auf sechs Punkte ausgebaut. Gemeinsam kommen die einstigen Volksparteien CDU, CSU und SPD nur noch auf 33 Prozent. Bei der Bundestagswahl waren es 44,9 Prozent.
Bei den anderen Parteien hat sich im Vergleich zur vergangenen Umfrage nichts getan – mit einer Ausnahme: Die FDP legt um einen Punkt zu und erreicht bei Forsa erstmals seit Februar 2025 wieder diese Marke, die zum Einzug in den Bundestag berechtigen würde.

Nach GMS (die JF berichtete) ist Forsa das zweite Institut, das die Liberalen nach der Wahl Wolfgang Kubickis zum Parteivorsitzenden wieder das Überspringen der Fünfprozenthürde zutraut. (fh)
