DAMASKUS/BERLIN. Die syrische Regierung hat die Reise von Präsident Ahmed al-Sharaa nach Berlin und London (die JF berichtete) als „historischen Durchbruch“ gefeiert. Damaskus spricht von einem Ende der internationalen Isolation und einer neuen Phase enger Zusammenarbeit mit Europa. Im Zentrum der Reise stand vor allem ein Thema: die Zukunft der in Europa lebenden Syrer.
Außenminister Asaad al-Shaibani beteuerte in einem Posting auf X, dass Damaskus hier eine harte Linie verfolge.
„Die Situation unserer Landsleute im Ausland war ein zentrales Thema all unserer Gespräche. Wir bekräftigen: Syrer in der Diaspora sind ein strategisches nationales Gut, keine Belastung. Wir lehnen jegliche Versuche der Zwangsumsiedlung entschieden ab“, schrieb er. Rückkehr könne nur freiwillig erfolgen und müsse an den Wiederaufbau sowie stabile Lebensbedingungen geknüpft werden. Damit widerspricht Damaskus offen Erwartungen in europäischen Hauptstädten, wonach ein politischer Neuanfang in Syrien auch eine beschleunigte Rückführung von Migranten ermöglichen könnte.
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اختتمنا أمس جولة دبلوماسية استراتيجية ومثمرة برئاسة فخامة السيد الرئيس أحمد الشرع إلى برلين ولندن. هذه الزيارة التاريخية تؤسس لمرحلة جديدة من العلاقات السورية-الأوروبية، مبنية على الاحترام المتبادل، والمصالح المشتركة؛ نطوي فيها صفحات العزلة لنفتح أبواب المستقبل. 🇸🇾🇩🇪🇬🇧— أسعد حسن الشيباني (@AsaadHShaibani) April 1, 2026
Syrien will gegen Terror kämpfen
Parallel dazu wirbt Syrien um wirtschaftliche Zusammenarbeit. In Berlin fand ein deutsch-syrisches Wirtschaftsforum statt, bei dem Absichtserklärungen in den Bereichen Energie und Transport unterzeichnet wurden. In London kam es zu Gesprächen mit König Charles III sowie Regierungsvertretern über Investitionen in Infrastrukturprojekte.
Auch sicherheitspolitisch positioniert sich Damaskus neu. Syrien präsentiert sich als Stabilitätsfaktor und bietet Kooperation bei der Bekämpfung von Terrorismus, Drogenhandel und organisierter Kriminalität an. (rr)






