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Jugendklub-Affäre: Neuköllner Jugendamt soll migrantische Sexualtäter doch gedeckt haben

Jugendklub-Affäre: Neuköllner Jugendamt soll migrantische Sexualtäter doch gedeckt haben

Jugendklub-Affäre: Neuköllner Jugendamt soll migrantische Sexualtäter doch gedeckt haben

Der Jugendklub an der Wutzkyallee in Neukölln: Nach dem mutmaßlichen Vergewaltigungsskandal erstmal geschlossen. Die Jugendamt-Mitarbeiterin ist erstmal weg. (Themenbild)
Der Jugendklub an der Wutzkyallee in Neukölln: Nach dem mutmaßlichen Vergewaltigungsskandal erstmal geschlossen. Die Jugendamt-Mitarbeiterin ist erstmal weg. (Themenbild)
Der Jugendklub an der Wutzkyallee in Neukölln: Nach dem mutmaßlichen Vergewaltigungsskandal erstmal geschlossen. Foto: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
Jugendklub-Affäre
 

Neuköllner Jugendamt soll migrantische Sexualtäter doch gedeckt haben

Im Fall sexueller Übergriffe in einem Berliner Jugendklub machen nun zwei Mitarbeiterinnen dem Jugendamt schwere Vorwürfe. Anders als bisher behauptet soll es die Taten doch vertuscht haben – wegen „Stigmatisierung“.
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BERLIN. Nach Angaben zweier Mitarbeiterinnen des Mädchenzentrums „MaDonna“ hat das Jugendamt Berlin-Neukölln die mutmaßlichen Sexualstraftäter im Jugendklub an der Wutzkyallee gedeckt. Demnach sollen sie bereits Ende Januar das Jugendamt über die Vergewaltigung einer 16jährigen Kurdin durch einen arabischen Migranten sowie weitere Übergriffe informiert haben, zitierte der Tagesspiegel am Mittwoch aus ihrer eidesstattlichen Erklärung.

Doch die zuständige Bedienstete habe eine „Marginalisierung der Tätergruppe“ befürchtet und „sinngemäß“ gesagt, dass die Beschuldigten bereits genug im Visier der Polizei stünden. Ein Generalverdacht müsse verhindert werden.

Auch die Leiterin des Jugendklubs habe „übergriffige Situationen während der Öffnungszeiten“ zugegeben. Allerdings betonte sie, „Intimitäten zwischen Jugendlichen“ seien zulässig, auch zwischen „Mädchen und mehreren Jungen“. Nach einem weiteren Gespräch Mitte Februar, bei dem auch die Klubleiterin und mehrere Mitarbeiterinnen des Jugendamtes dabei waren, teilte es per Mail mit, es werde keine Strafanzeige stellen. Die Geschädigte und ihre Familie erstatteten daraufhin selbst eine Anzeige.

Neuköllns Jugendstadträtin wies Vertuschungsvorwürfe zurück

Zunächst hatte die Bild-Zeitung über den Fall der 16jährigen berichtet. Demnach sollen neun junge Araber im Januar die Jugendliche sexuell bedrängt haben. Später gab die Geschädigte an, im November zuvor vergewaltigt und erpresst worden zu sein. Ein 17jähriger soll die Tat gefilmt und sie anschließend mit dem Video unter Druck gesetzt haben. Inzwischen erhielt er Hausverbot, der Jugendklub selbst ist vorübergehend geschlossen.


Noch vergangene Woche hatte die verantwortliche Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linkspartei) die Vorwürfe einer Vertuschung durch die Jugendamt-Mitarbeiter zurückgewiesen. Zugleich hatte sie eingeräumt, dass sexuelle Übergriffe im Jugendzentrum bereits seit Februar vergangenen Jahres bekannt gewesen seien (JF berichtete). Zudem seien mehrere Protokollvorschriften vom Jugendamt nicht eingehalten worden. Die CDU-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung stellte inzwischen einen Dringlichkeitsantrag auf ihre Abwahl. (kuk)

Der Jugendklub an der Wutzkyallee in Neukölln: Nach dem mutmaßlichen Vergewaltigungsskandal erstmal geschlossen. Foto: picture alliance/dpa | Jens Kalaene
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