Anzeige
Anzeige

Linke „Aktionskunst“: Dobrindt streicht Fördergelder für linksextreme „Aktionskünstler“

Linke „Aktionskunst“: Dobrindt streicht Fördergelder für linksextreme „Aktionskünstler“

Linke „Aktionskunst“: Dobrindt streicht Fördergelder für linksextreme „Aktionskünstler“

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU): Selbst in seinem eigenen Ressort gab es Widerstände gegen die Streichung der Förderung. (Themenbild)
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU): Selbst in seinem eigenen Ressort gab es Widerstände gegen die Streichung der Förderung. (Themenbild)
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU): Selbst in seinem eigenen Ressort gab es Widerstände gegen die Streichung der Förderung. Foto: picture alliance / NurPhoto | Emmanuele Contini
Linke „Aktionskunst“
 

Dobrindt streicht Fördergelder für linksextreme „Aktionskünstler“

Sie haben die „Stadtbild“-Aussagen mit Goebbels’scher Propaganda verglichen – nun streicht Innenminister Dobrindt den „Radikalen Töchtern“ die Gelder. Ihre Gründerin ist schon lange als linksradikale „Aktionskünstlerin“ tätig; zuvor auch bei einer berüchtigten Gruppe.
Anzeige

BERLIN. Nach der Streichung der Fördergelder durch den Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat die linke Gruppierung „Radikale Töchter“ eine Klage angekündigt. „Was hier passiert, ist aus unserer Sicht ein mutwilliges Demontieren von demokratischem Engagement“, bemängelte sie am Dienstag und teilte mit, auf 120.000 Euro sitzen zu bleiben. „Wenn wir jetzt nicht gemeinsam gegensteuern, steht nicht nur unser Projekt, sondern die Demokratie an sich auf dem Spiel.“

Die selbsternannten „Aktionskünstler“ sehen in der Kürzung eine „politische Kampagne“ der CDU. Demnach hängt das mit einer Petition der „Töchter“-Gründerin Cesy Leonard gegen die „Stadtbild“-Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und den anschließenden Demonstrationen zusammen (JF berichtete). Die Gruppierung selbst warf Merz vor, sich einer „Nazi-Rhetorik“ zu bedienen, die an den NS-Propagandaminister Joseph Goebbels erinnere. „Eine starke Demokratie muss Kritik aushalten können, anstatt sie zu bestrafen“, sagte Leonard der taz.

Gründerin der „Radikalen Töchter“ war beim ZPS

Im Frühjahr 2025 hatte ihr die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) eine vorläufige Förderzusage für das Projekt „Mut-Muskel-Training“ erteilt. Dabei lernen nach Angaben der „Töchter“ vor allem Jugendliche und junge Erwachsene, wie „die eigene politische Wut“ in „Aktionskunst“ umgewandelt werden könne. Insgesamt sollten 287.000 Euro bis Ende 2026 an die Veranstaltungsreihe fließen. Seit der Gründung 2019 förderte die BpB verschiedene Projekte der Gruppierung, allen voran in den ostdeutschen Bundesländern. Nach eigenen Angaben bot sie rund 400 „Workshops“ in Berufsschulen, Jugendzentren und Freiwilligen Feuerwehren an.

Widerspruch gegen die Streichung kam unter anderem von der zuständigen Abteilungsleiterin Cemile Giousouf (CDU), berichtet die taz. Demnach sei „kein rechtlich tragfähiger Grund für eine Ablehnung erkennbar“. Zudem soll die ihr untergeordnete Referatsleiterin ihre Unterschrift unter der Absage zunächst verweigert haben, hieß es in der SWR-Sendung „Report Mainz“.


Cesy Leonard war acht Jahre lang als Chefin des Planungsstabs des „Zentrums für Politische Schönheit“ tätig, bevor sie 2019 die „Töchter“ gründete. In dieser Rolle hatte sie unter anderem die Errichtung des „Holocaust-Mahnmals“ vor dem Haus des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke verantwortet (JF berichtete). Mitglieder der linksextremen Gruppierung hatten nach deren eigenen Angaben ein Jahr lang den Politiker ausspioniert. (kuk)

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU): Selbst in seinem eigenen Ressort gab es Widerstände gegen die Streichung der Förderung. Foto: picture alliance / NurPhoto | Emmanuele Contini
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles