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Börsen auf Talfahrt: Iran-Krieg treibt Ölpreis auf Vierjahreshoch

Börsen auf Talfahrt: Iran-Krieg treibt Ölpreis auf Vierjahreshoch

Börsen auf Talfahrt: Iran-Krieg treibt Ölpreis auf Vierjahreshoch

Die Angriffe auf Öl-Depots in Teheran schicken schockierende Bilder um die Welt. Die Börsen reagieren mit einem Sinkflug. Foto: picture alliance / Anadolu | Hassan Ghaedi
Die Angriffe auf Öl-Depots in Teheran schicken schockierende Bilder um die Welt. Die Börsen reagieren mit einem Sinkflug. Foto: picture alliance / Anadolu | Hassan Ghaedi
Die Angriffe auf Öl-Depots in Teheran schicken schockierende Bilder um die Welt. Die Börsen reagieren mit einem Sinkflug. Foto: picture alliance / Anadolu | Hassan Ghaedi
Börsen auf Talfahrt
 

Iran-Krieg treibt Ölpreis auf Vierjahreshoch

Der Krieg gegen den Iran treibt die Ölpreise auf den höchsten Stand seit 2022. In Asien brechen die Börsen ein, während Donald Trump beschwichtigt: Der Preisanstieg sei ein geringer Preis für Sicherheit und Frieden.
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TEHERAN. Der Preis für ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Sorte Brent hat in der Nacht auf Montag zeitweise einen Anstieg um 29 Prozent auf fast 120 Dollar verzeichnet. Am Morgen lag der Preis noch bei mehr als 115 Dollar und damit 24 Prozent über dem Stand vom Freitagabend. Seit Beginn des Krieges vor etwas mehr als einer Woche hat Brent damit fast 60 Prozent zugelegt.

Noch stärker fiel der Anstieg bei der US-Referenzsorte WTI aus. Der Preis stieg zeitweise um 21 Prozent auf ebenfalls fast 120 Dollar.

Zuletzt wurde ein Fass mit knapp 113 Dollar gehandelt, rund ein Viertel mehr als noch am Freitag. Seit dem Angriff Israels und der USA auf den Iran hat sich WTI-Öl damit um fast 70 Prozent verteuert. Am Freitagnachmittag war Brent-Öl zur Lieferung im Mai noch bei mehr als 90 Dollar gehandelt worden. Ende Februar lag der Preis noch bei etwa 70 Dollar pro Barrel. Auch die Spritpreise sind seitdem deutlich gestiegen.

Asien besonders anfällig für steigende Ölpreise

Der Preisschub wirkte sich unmittelbar auf die internationalen Finanzmärkte aus. In Tokio fiel der Nikkei-Index für 225 führende Werte im frühen Handel zeitweise um rund sieben Prozent. Auch die Börse in Südkorea verzeichnete schwere Verluste: Der KOSPI-Index sank in Seoul zeitweise um rund acht Prozent. Die ostasiatischen Volkswirtschaften gelten wegen ihres hohen Energieimports als besonders anfällig für steigende Ölpreise.

Ein zentraler Unsicherheitsfaktor bleibt die Straße von Hormus. Seit den amerikanisch-israelischen Angriffen auf den Iran und den iranischen Gegenreaktionen passieren deutlich weniger Schiffe die strategisch wichtige Meerenge zwischen Persischem Golf und Golf von Oman. Unter normalen Bedingungen wird dort etwa ein Fünftel des weltweiten Ölhandels abgewickelt. Auch für den Transport von Flüssiggas, etwa aus Katar, ist die Route entscheidend.

US-Präsident Trump versuchte derweil, die Bedeutung der Preissteigerungen herunterzuspielen. „Die kurzzeitigen Ölpreise, die nach der Beseitigung der nuklearen Bedrohung durch den Iran rapide sinken werden, sind ein sehr geringer Preis für die Sicherheit und den Frieden der USA und der Welt“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. In Großbuchstaben fügte er hinzu: „Nur Idioten würden anders sehen!“

Unterdessen warnte Katars Energieminister Saad al-Kaabi vor möglichen weiteren Verwerfungen auf dem Energiemarkt. In einem Interview mit der Financial Times erklärte er, im schlimmsten Fall könnten die Förderstaaten am Persischen Golf ihre Produktion innerhalb weniger Wochen einstellen. In einem solchen Szenario sei ein Ölpreis von bis zu 150 Dollar pro Barrel denkbar. (rr)

Die Angriffe auf Öl-Depots in Teheran schicken schockierende Bilder um die Welt. Die Börsen reagieren mit einem Sinkflug. Foto: picture alliance / Anadolu | Hassan Ghaedi
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