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Foie gras Fauxpas: SPD-Spitzenkandidat schickt Fahrer für Entenpastete nach Frankreich

Foie gras Fauxpas: SPD-Spitzenkandidat schickt Fahrer für Entenpastete nach Frankreich

Foie gras Fauxpas: SPD-Spitzenkandidat schickt Fahrer für Entenpastete nach Frankreich

Hat einen Faible für Feinkost: Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Hat einen Faible für Feinkost: Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Hat einen Faible für Feinkost: Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Foie gras Fauxpas
 

SPD-Spitzenkandidat schickt Fahrer für Entenpastete nach Frankreich

Ausgerechnet nach einem Besuch bei der Tafel bittet SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch seinen Fahrer, beim französischen Feinkost-Metzger einzukaufen. Die Szene sorgt im Wahlkampf für Kritik.
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STUTTGART. Der Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl in Baden-Württemberg, Andreas Stoch, hat seinen Fahrer ausgerechnet nach einem Besuch bei der Tafel gebeten, Feinkost in Frankreich einzukaufen und damit wenige Tage vor der Landtagswahl für erhebliche Irritationen gesorgt. Eine entsprechende TV-Sequenz bezeichnete er später selbst als „irritierend“.

„Ich bin da in einen Fettnapf marschiert“, sagte Stoch bei einem Podium der Badischen Neuesten Nachrichten zur Wahl am 8. März.

Auslöser der Kritik ist ein Filmporträt des SWR, das den 56jährigen im Wahlkampf begleitete. Darin besucht Stoch eine Tafel im badischen Bühl und lobt das Engagement der Helfer. Unmittelbar danach ist zu sehen, wie er seinem Fahrer einen Einkaufsauftrag erteilt. „Dann schickst du mir ein Bild von der Auslage und ich sage dir, was du mir bringst“, sagt der SPD-Politiker. Auf Nachfrage erklärt Stoch im Film, er nutze Termine nahe der französischen Grenze, um bei einem Metzger einzukaufen. „Eine schöne Entenpastete ist was Herrliches.“ Diese bekomme man hierzulande nicht in derselben Qualität und zu diesem Preis. Deshalb lasse er sich gelegentlich auch Baguette und Wurstwaren mitbringen.

SPD-Kandidat bedauert den Kontext

Gerade der Kontrast zwischen Tafel-Besuch und Delikatessen-Wunsch stieß bei vielen Zuschauern auf Unverständnis. Unter dem Video in der ARD-Mediathek und auf Youtube häufen sich kritische Kommentare. Ein Nutzer nennt die Szene „unfassbar“, andere sprechen von „Wasser predigen und Wein trinken“ und werfen Stoch mangelnde politische Sensibilität vor.

Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur räumte der SPD-Chef ein, die Passage müsse „insbesondere im Kontext des Besuchs bei der Tafel irritierend wirken“. Stoch weiter: „Das bedauere ich sehr, denn auch bei dem Besuch bei der Tafel ging es mir um die vielen Menschen, die Unterstützung brauchen.“

Zugleich betonte Stoch, zu dem Einkauf sei es letztlich nicht gekommen. Bei dem Podium stellte er zudem klar: „Es ging tatsächlich um Leberwurst. Und die kostet 1,80 Euro pro 100 Gramm.“ Für die Südwest-SPD kommt die Debatte zur Unzeit. In Umfragen liegt die Partei seit Monaten teilweise sogar im einstelligen Bereich. (rr)

Hat einen Faible für Feinkost: Andreas Stoch, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag von Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
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