MÜNCHEN. Berechnungen des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung zufolge hat die Corona-Pandemie bisher bereits 330 Milliarden Euro gekostet. „Dies entspricht einem volkswirtschaftlichen Verlust in Höhe von zusammen zehn Prozent der Wirtschaftsleistung des Jahres 2019“, erläuterte der ifo-Konjunkturforscher Timo Wollmershäuser am Donnerstag. Zum Vergleich: Der Bundeshaushalt im Jahr 2019 betrug 356,5 Milliarden Euro und das gesamte Bruttoinlandsprodukt von Tschechien belief sich seinerzeit auf rund 220 Milliarden Euro.
„Ohne die Krise wäre die deutsche Wirtschaft in diesen Jahren um 1,3 Prozent gewachsen“, betonte Wollmershäuser. Der ökonomische Einbruch durch die Pandemie sei „die schwerste Wirtschaftskrise seit der Großen Depression in den 30er Jahren“. Zu den Folgen der Verwerfung gehörten unter anderem höhere Staatsschulden und eine schlechtere Bildung. Ausfälle wie etwa im Bildungsbereich ließen sich allerdings noch nicht wirtschaftlich beziffern.
Seit Beginn der Pandemie hatten Ökonomen vor wirtschaftlichen Langzeitschäden gewarnt. Zuletzt ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Allensbach, daß eine Mehrheit der Deutschen wegen Corona Angst vor einer Finanz- und Wirtschaftskrise hat. (fw)





![[M] Ein gelbes Schild mit leichtem Riss und der Aufschrift: "Deutsche Wirtschaft" an einer Wand mit aufgeplatzter Farbe und einem grossen Riss sowie einem Portrait von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit Schmollmund als Scherenschnitt. Foto mit Composing als Symbolbild fuer die anhaltend schwaechelnde Wirtschaft in Deutschland und die grosse Aufgabe, diese wieder durch angepasste Rahmenbedingungen zum Laufen zu bringen. Hat Friedrich Merz zu viel versprochen? Wenn die wertschöpfung zusammenbricht](https://assets.jungefreiheit.de/2026/03/558470510.jpg)