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Rentner auf einer Parkbank: Zuschüsse zur Rentenversicherung steigen Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

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Rentenzuschuß steigt auf mehr als 100 Milliarden Euro

BERLIN. Der Zuschuß des Bundes zur Rentenversicherung wird in den kommenden Jahren erstmals auf mehr als 100 Milliarden Euro jährlich anwachsen. Das berichtet Bild unter Berufung auf den aktuellen Bundesfinanzplan. Demnach beabsichtigt die Bundesregierung für dieses Jahr 86,7 Milliarden Euro an die Rentenkasse zu überweisen. Im kommenden Jahr soll der Betrag auf 91,2 Milliarden Euro und bis 2020 auf 100,6 Milliarden Euro steigen.

Damit nimmt der Zuschuß um rund sechzehn Prozent gegenüber der bisherigen Finanzplanung zu. Im Bundeshaushalt wächst sein Anteil damit von derzeit 27,3 Prozent auf 28,8 Prozent im Jahr 2020. Allein bis zum kommenden Jahr werden 300 Millionen Euro mehr überwiesen als bislang eingeplant. Grund für den Anstieg sei unter anderem „die Veränderung der Bruttolöhne und –gehälter“, wird aus dem Finanzplan zitiert. In den Jahren nach 2030 habe die „Baby-Boomer“-Generation das Rentenalter erreicht.

Am Montag veröffentlichte die Bundesbank einen Monatsbericht, der für die Jahre 2030 bis 2060 eine weitere Erhöhung des Rentenalters von derzeit 67 auf 69 Jahre fordert. Weitere Anpassungen des Rentensystems seien unvermeidlich. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) wies die Forderung allerdings zurück. „Ein Facharbeiter, eine Verkäuferin, eine Krankenschwester, eine Altenpflegerin hält das für eine bekloppte Idee. Ich auch“, sagte der SPD-Chef laut der Nachrichtenagentur Reuters. (FA)

Rentner auf einer Parkbank: Zuschüsse zur Rentenversicherung steigen Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress
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