Dominique Venner

Erklärung von Dominique Venner: „Die Demonstration vom 26. Mai und Heidegger“

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Foto: Dominique Venners Erklärung zu seinem Selbstmord auf seiner persönlichen Internetseite

Der rechtsintellektuelle französische Publizist und Historiker Dominique Venner erschoß sich am Dienstag vor dem Altar in der Pariser Kathedrale Notre Dame. Damit wollte er ein Zeichen gegen die Einführung der Homoehe und die drohende Islamisierung Frankreichs setzen.

„Neue, spektakuläre und symbolische Gesten“ seien notwendig, um die Schläfrigkeit abzuschütteln und „die Erinnerung an unsere Herkunft“ zu wecken, schrieb Venner zuvor auf seiner Internetseite. Die JUNGE FREIHEIT dokumentiert seine Erklärung (Aus dem Franzsösischen übersetzt von Patrick Neuhaus):

„Die Demonstration vom 26. Mai und Heidegger“

Die Demonstranten des 26. Mai werden Recht haben, wenn sie ihre Ungeduld und ihre Wut herausschreien. Ein schändliches Gesetz, einmal beschlossen, kann auch wieder aufgehoben werden. 

Ich habe gerade einem algerischen Blogger zugehört: „Auf jeden Fall, sagt er, in fünfzehn Jahren  werden die Islamisten in Frankreich an der Macht sein und werden dieses Gesetz abschaffen.“ Nicht um uns einen Gefallen zu tun, ganz klar, sondern weil es gegen die Scharia (islamisches Recht) verstößt. 

Das ist der einzige gemeinsame Nenner, oberflächlich betrachtet, zwischen der europäischen Tradition (die die Frau respektiert) und dem Islam (der diese nicht respektiert). Aber die entschiedene Bestätigung dieses Algeriers läßt es einem eiskalt den Rücken herunterlaufen. Dessen Konsequenzen würden auf andere, riesenhafte und katastrophale Weise uns noch beklommen machen, als es das verachtenswerte Gesetz Taubiras vermag.

Frankreich wird den Islamisten in die Hände fallen

Man muß klar erkennen, daß ein den Islamisten in die Hände fallendes Frankreich wahrscheinlich ist. Seit 40 Jahren haben Politiker und Parteien (außer des Front National), so wie auch die Spitze der Kirche, daran aktiv gearbeitet, und unter Aufwendung aller denkbaren Mittel, stets die afro-maghrebinischen Einwanderung beschleunigend.

Seit langer Zeit haben große/namhafte Schriftsteller Alarm geschlagen, beginnend mit Jean Raspail in seinem prophetischen „Heerlager der Heiligen“ (Robert Laffont), von welchem die neue Auflage Rekordauflagen erreichte.

Die Demonstranten des 26. Mai können diese Realität nicht ignorieren. Ihr Kampf kann sich nicht auf eine Ablehnung der Homoehe begrenzen. Der „Große Austausch“ der Bevölkerung Frankreichs und Europas, von dem Schriftsteller Renaud Camus aufgezeigt, ist eine ebensogroße Gefahr für die Zukunft.

Worte durch Taten bestätigen

Es wird nicht mehr reichen, solche hübschen Straßen-Demonstrationen zu organisieren, um das zu verhindern. Es geht um eine wirkliche „intellektuelle und moralische Reform“, wie Renan sagte, die es gilt zunächst ins Werk zu setzen. Sie müßte eine Wiedergewinnung der zu erinnernden französischen und europäischen Identität ermöglichen, deren Notwendigkeit noch nicht in aller Klarheit wahrgenommen wird.

Es müssen gewiß neue Ausdrucksformen gefunden werden, spektakuläre und symbolische, um die Schlaftrunkenen durchzurütteln, um das betäubte Bewußtsein aufzurütteln und die Erinnerung an unsere Wurzeln zu wecken. Wir werden in eine Zeit eintreten, in der Worte durch Taten bestätigt werden müssen.

Wir sollten uns auch erinnern, wie es auf geniale Weise Heidegger formuliert hat (Sein und Zeit), daß der Kern des Menschen in seiner Existenz und nicht in einer „anderen Welt“ sei.

Genau hier und jetzt spielt sich unser Schicksal bis zur letzten Sekunde ab. Und diese allerletzte Sekunde hat genauso viel Bedeutung wie der Rest eines Lebens. Darum mußt Du bis zum letzten Augenblick Du selbst sein. Es ist ein sich entscheidendes Selbst, wirklich sein Schicksal bejahend und die Nichtigkeit überwindend. Und angesichts dieses Anspruches gibt es auch keine Ausrede, da wir nur dieses eine Leben haben, in welchem wir selbst entweder alles oder nichts sind.

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