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Dominique Venner
 

Französischer Historiker erschießt sich aus Protest gegen Homoehe

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Der rechtsintellektuelle französische Publizist und Historiker Dominique Venner Foto: privat

PARIS. Der rechtsintellektuelle französische Publizist und Historiker Dominique Venner hat sich am Dienstag aus Protest gegen die Homoehe und islamische Einwanderung in der Pariser Kathedrale Notre Dame erschossen. Wie mehrere französische Medien berichten, betrat der 78jährige Venner die zum Zeitpunkt von rund 1.500 Touristen besuchte Kathedrale und schoß sich kurz nach 16 Uhr vor dem Altar mit einer halbautomatischen Pistole in den Kopf. Zuvor soll er einen Brief auf dem Altar abgelegt haben.

Auf seiner Internetseite hatte Venner noch am Morgen die kürzlich eingeführte Homoehe als „abscheulich“ verurteilt und den „Verlust der Werte der Familie“ beklagt. Gleichzeitig warnte er die Gegner der Homoehe, sie dürften ihre Proteste nicht nur auf diese beschränken, Frankreich drohe auch eine Gefahr durch islamische Einwanderung. Seit 40 Jahren beschleunigten Politiker aller Parteien, mit Ausnahme des Front National, die Einwanderung aus dem Maghreb.

Im Kampf dagegen seien „neue, spektakuläre und symbolische Gesten“ notwendig, um die Schläfrigkeit abzuschütteln und „die Erinnerung an unsere Herkunft“ zu wecken. „Wir kommen in eine Zeit, in der die Worte durch Taten beglaubigt werden müssen“, schrieb Venner.

Le Pen zollt Venner Respekt

Bereits 2010 hatte Venner im Interview mit der JUNGEN FREIHEIT beklagt, die Europäer hätten den Glauben an ihre Werte verloren.

Die Vorsitzende des Front National, Marine Le Pen, sprach Venner über den Kurznachrichtendienst Twitter ihren Respekt aus. Sein Selbstmord sei „höchst politisch“. Venner habe versucht, „das französische Volk aufzuwecken“.

Dominique Venner wurde in Deutschland vor allem wegen seiner Studie „Söldner ohne Sold. Die Deutschen Freikorps 1918–1923“ (Verlag Paul Neff, 1974) bekannt. Der Publizist und Historiker war Herausgeber der Zeitschrift La Nouvelle Revue d‘Histoire. Sein Buch „Ernst Jünger. Un autre destin européen“ (Éditions du Rocher, 2009) ist bislang nicht auf deutsch erschienen. (krk)

> Erklärung von Dominique Venner im Wortlaut

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