BERLIN. Die Sanierung des Berliner Amtssitzes von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier soll mindestens 601 Millionen Euro kosten. 146 Millionen Euro davon entfallen auf Arbeiten am Schloß Bellevue, teilte das Bundespräsidialamt mit. 120 Millionen Euro sind für die Sanierung des dazugehörenden Verwaltungsgebäudes vorgesehen, in dem die etwa 220 Mitarbeiter untergebracht sind.
Hinzu kommen zum einen 173 Millionen Euro für den Neubau der Hauptwache und der Technikzentrale, zum anderen 162 Millionen Euro für die Außenanlagen und Infrastruktur. Dazu zählt beispielsweise die denkmalgeschützte Parkanlage.
Sanierung soll acht Jahre dauern
Über die 601 Millionen Euro hinaus ist außerdem eine Reserve in Höhe von 188 Millionen Euro für noch nicht bekannte, mögliche Risiken eingeplant sowie eine Vorsorge für Baupreissteigerungen von 71 Millionen Euro. Ein mögliches Risiko könnten etwa Schadstoffe sein, die beim Prüfen der Bausubstanz gefunden werden.
Grund für die Sanierung sind laut Bundespräsidialamt zahlreiche bauliche und technische Mängel. So ist im Schloß Bellevue etwa das Dach stellenweise undicht, die Fassade weist Risse auf und die Lüftungsanlage funktioniert nicht richtig. Zudem sind die Anforderungen an Sicherheit, Brandschutz, Barrierefreiheit und Energieeffizienz gestiegen. Das Schloß Bellevue und der Verwaltungsbau sollen künftig fast klimaneutral betrieben werden.

Dauern soll die Sanierung nun acht Jahre. Ursprünglich veranschlagt waren fünf Jahre. Als Ersatzquartier für das Staatsoberhaupt wird ein buntes Bürohochhaus an der Spree in der Elisabeth-Abegg-Straße dienen, gegenüber vom Bundeskanzleramt. Mit dem 200 Millionen Euro teuren Bau des Ersatzquartiers war im Sommer 2023 begonnen worden, im Sommer dieses Jahres soll der Bundespräsident einziehen. (dh)






