HAMBURG. Nach einem Messerangriff nahe einer Schule in Hamburg-Groß Flottbek hat die Polizei zwei 15jährige Migranten festgenommen. Bei einem Verdächtigen handelt es sich um einen Jugendlichen mit ungeklärter Staatsbürgerschaft. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm ein versuchtes Tötungsdelikt an einem 13jährigen vor. Ein zweiter Festgenommener, ein ebenfalls 15jähriger mit syrischer Staatsbürgerschaft, wurde mangels Haftgründen wieder freigelassen, teilte die Polizei am Dienstagmittag mit.
Dieses Video zeigt die Messerattacke von Hamburg Groß Flottbek.
Einer der Täter ist ein 15-jähriger Syrer, die Staatsangehörigkeit des Komplizen ist unbekannt.Der brutale Alltag in Deutschland, über den es keine Talkshows und auch keine politischen Konsequenzen geben wird.… pic.twitter.com/kB9p0zjVXU
— Doktor Dementi (@doktordementi) March 31, 2026
Zum Angriff kam es am frühen Montagnachmittag vor der Stadtteilschule Flottbek. Nach Angaben der Polizei soll zunächst ein Streit unter den drei Beteiligten ausgebrochen sein, gefolgt von einer körperlichen Auseinandersetzung. Daraufhin habe mindestens einer der Verdächtigen den 13jährigen niedergestochen und ihm lebensgefährliche Verletzungen zugefügt. Inzwischen sei der Geschädigte außer Lebensgefahr.
Stadtteilschule Flottbek hat einen überdurchschnittlichen Migrantenanteil
Die beiden 15jährigen seien geflohen, woraufhin die Polizei eine Großfahndung gestartet habe. Demnach waren zwei Dutzend Funkstreifenwagen, ein Polizeihubschrauber, ein Diensthund sowie die Unterstützungsstreife für erschwerte Einsatzlagen der Hamburger Bereitschaftspolizei daran beteiligt.

Groß Flottbek gilt als eine der sichersten Gegenden in Hamburg. Mit insgesamt 3.793 Straftaten pro 100.000 Einwohner lag sie 2024 bei rund einem Drittel der durchschnittlichen Kriminalitätsbelastung in der Hansestadt. Auch die Stadtteilschule Flottbek gilt nach Angaben des Hamburger Senats als unterdurchschnittlich sozial belastet. Zugleich verfügten 64,7 Prozent ihrer Schüler im Jahr 2020 über einen Migrationshintergrund. Der stadtweite Durchschnitt lag damals bei 49,2 Prozent. (kuk)





