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Grüne und Linke im Wahlkampf: Mit Rekordsummen gegen die AfD in Sachsen-Anhalt

Grüne und Linke im Wahlkampf: Mit Rekordsummen gegen die AfD in Sachsen-Anhalt

Grüne und Linke im Wahlkampf: Mit Rekordsummen gegen die AfD in Sachsen-Anhalt

Mit großen Plakaten gegen die AfD: Linke und Grüne in Sachsen-Anhalt.
Mit großen Plakaten gegen die AfD: Linke und Grüne in Sachsen-Anhalt.
Mit großen Plakaten gegen die AfD: Linke und Grüne in Sachsen-Anhalt. Fotos: picture alliance / dts-Agentur
Grüne und Linke im Wahlkampf
 

Mit Rekordsummen gegen die AfD in Sachsen-Anhalt

Viel Geld soll viele Stimmen holen: Grüne und Linke investieren in die Ost-Wahlkämpfe mehr als je zuvor und sogar deutlich mehr als eine Ministerpräsidenten-Partei. Mit den Millionen Euro verfolgen sie ein einziges Ziel.
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MAGDEBURG/SCHWERIN. Um Siege der AfD bei den Wahlen in Sachsen-Anhalt am 6. September und in Mecklenburg-Vorpommern zwei Wochen später zu verhindern, geben die Grünen Rekord-Summen aus. Dabei werben sie weniger für ihre Politik als gegen die in den Umfragen weit vorn liegende Partei. Diese antifaschistische Strategie sei das Bedürfnis der Zivilgesellschaft, sagte Spitzenkandidatin Suse Sziborra-Seidlitz kürzlich.

In Sachsen-Anhalt heißt ein Slogan: „Fünf Prozent Grüne im Landtag bedeutet null Prozent AfD-Regierung.“ Laut Insa liegen die Grünen derzeit bei vier Prozent. Infratest dimap sieht sie einen Punkt stärker – genau auf Höhe der Sperrklausel. Die AfD steht bei 42 Prozent (JF berichtete).

2,3 Millionen Euro sollen AfD verhindern

Um ihr Ziel zu erreichen, investiert die kleine Partei insgesamt 2,3 Millionen Euro. Auf Sachsen-Anhalt entfallen davon „rund 1,5 Millionen Euro“, wie ein Parteisprecher der Welt sagte. Es sei „das bislang höchste Wahlkampf-Budget des Landesverbands“ und mehr als doppelt so hoch wie der bisherige Höchststand. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 800.000 Euro – mehr als doppelt so viel wie das ursprünglich geplante Budget von 350.000 Euro.

Die aktuellen Umfragen für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Grafiken: JF
Die aktuellen Umfragen für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Grafiken: JF

Auch in Mecklenburg-Vorpommern pendelt die Partei zwischen vier (Insa) und fünf Prozent (Infratest). Hier liegt die AfD bei 35 bis 36 Prozent.

Das Geld kommt nach Angaben der Grünen, die 2024 aus den Landtagen in Brandenburg und Sachsen geflogen waren, vor allem aus Spenden. In Sachsen-Anhalt seien es 40 Prozent des Gesamtetats, im Nordosten verdanke sich die Verdopplung hauptsächlich hoher Zuwendungen – angeblich vor allem von Einzelpersonen.

Grünen-Etat in Sachsen-Anhalt bricht alle Rekorde

Zum Vergleich: Die im Nordosten seit Jahrzehnten regierende SPD investiert „wie schon 2021 rund 1,1 Millionen Euro“, wie die Partei der Welt mitteilte. Damit stecken die Grünen 36 Prozent mehr Geld in den Sachsen-Anhalt-Wahlkampf als die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) in Mecklenburg-Vorpommern ausgibt. CDU und AfD wollten ihre Wahlkampf-Budgets nicht beziffern.

Die SPD gibt für Sachsen-Anhalt, wo sie mit der Fünf-Prozent-Hürde kämpft, keine konkrete Summe an. Aber sie teilte der Welt mit: „Wir investieren in diesen Landtagswahlkampf deutlich mehr als 2021. Das ist Ausdruck der Bedeutung dieser Wahl für Sachsen-Anhalt.“


Auch die Linke schießt so viel wie noch nie in die Wahlkämpfe. In Mecklenburg-Vorpommern sind es 600.000 und in Sachsen-Anhalt 562.000 Euro. In beiden Fällen handele es sich laut der Partei um Rekordsummen. Die Linkspartei steht laut Umfragen im Nordosten, wo sie mit der SPD regiert, bei elf bis zwölf Prozent und in Sachsen-Anhalt bei 13 Prozent.

In knapp vier bzw. sechs Wochen wird sich zeigen, ob viel Geld tatsächlich viele Wählerstimmen bringt und ob damit tatsächlich eine Alleinregierung der AfD in Sachsen-Anhalt unter Spitzenkandidat Ulrich Siegmund verhindert werden kann. (fh)

Mit großen Plakaten gegen die AfD: Linke und Grüne in Sachsen-Anhalt. Fotos: picture alliance / dts-Agentur
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