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„Heute Journal“-Moderatorin: Marietta Slomka: AfD „macht Lüge zur Normalität“

„Heute Journal“-Moderatorin: Marietta Slomka: AfD „macht Lüge zur Normalität“

„Heute Journal“-Moderatorin: Marietta Slomka: AfD „macht Lüge zur Normalität“

Die ZDF-Journalisten Marietta Slomka hat die AfD scharf kritisiert. Sie wirft der Partei vor, "die Lüge zur Normalität" zu machen.
Die ZDF-Journalisten Marietta Slomka hat die AfD scharf kritisiert. Sie wirft der Partei vor, "die Lüge zur Normalität" zu machen.
Die Moderatorin des „Heute Journals“ im ZDF, Marietta Slomka, erhebt schwere Vorwürfe gegen die AfD. Foto: Screenshot JF
„Heute Journal“-Moderatorin
 

Marietta Slomka: AfD „macht Lüge zur Normalität“

Mit Populisten reden sei wie mit einer Taube Schach spielen, ätzt die ZDF-Journalistin in einem Interview. „Erst schmeißt sie die Figuren um – dann kackt sie noch aufs Feld.“ Anschließend erklärt sie, was das für Interviews mit AfD-Politikern bedeutet.
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MAINZ. Die Moderatorin des ZDF-„Heute Journals“, Marietta Slomka, hat in einem Interview schwere Vorwürfe gegen die AfD erhoben. Zwar würden auch „nicht populistische Politiker Unwahrheiten“ verbreiten „oder versuchen zu beschönigen“, sagte sie der Zeit. Die AfD jedoch mache „die Lüge zur Normalität, zu einer durchlaufenden rhetorischen Figur“.

Weiter führte Slomka aus, „mit „Populisten und Autoritären“ zu sprechen, sei, wie mit einer Taube Schach zu spielen: „Erst schmeißt sie die Figuren um – und dann kackt sie noch aufs Feld.“ Die Populisten würden Gespräche bewußt eskalieren, indem sie „quasi im Sekundentakt mit krassen Behauptungen und Anwürfen“ auf ihr Gegenüber einstürmten, die in der Kürze der Zeit kaum richtiggestellt werden könnten. Zudem würden die „Populisten“ den Gesprächspartner „dann noch dafür attackieren“, daß er überhaupt Fragen stelle.

Slomka verteidigt „nicht populistische Politiker“

Den Einwand der Zeit, auch Politiker anderer Parteien als der AfD sagten gelegentlich die Unwahrheit, bejahte Slomka, schränkte jedoch ein: „Aber es ist ihnen unangenehm, wenn sie dabei erwischt werden, und das hat für sie gegebenenfalls auch unangenehme Folgen.“ Die nicht populistischen Politiker wollen der ZDF-Moderatorin zufolge „von einem breiten Publikum respektiert werden, sie wollen erklären, warum sie Dinge so sehen oder entscheiden, warum sie glauben, die bessere Lösung zu haben, und jeder hat dann auch noch seine eigene Statistik, die das belegt“.

Mit Blick auf die fünf Landtagswahlen in diesem Jahr und mögliche Interviews mit AfD-Politikern im „Heute Journal“ äußerte Slomka Zweifel, ob diese Gespräche „gerade in aufgeheizten Wahlkampfzeiten“ einen Erkenntnisgewinn liefern würden: „Siehe Taubenschach.“

Die 56 Jahre alte Journalistin arbeitet seit 1998 für das ZDF. Seit dem 29. Januar 2001, also seit fast genau 25 Jahren, moderiert sie das „Heute Journal“. Laut einem Bericht der Welt am Sonntag erhielt sie im Jahr 2023 ein Brutto-Honorar in Höhe von 393.750 Euro. (dh)
Die Moderatorin des „Heute Journals“ im ZDF, Marietta Slomka, erhebt schwere Vorwürfe gegen die AfD. Foto: Screenshot JF
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