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Nordrhein-Westfalen: Katholischer Jugendverband fordert AfD-Verbot

Nordrhein-Westfalen: Katholischer Jugendverband fordert AfD-Verbot

Nordrhein-Westfalen: Katholischer Jugendverband fordert AfD-Verbot

Schild mit durchgestrichenem AfD-Logo, aufgenommen bei einer Kundgebung in Berlin; thematisch zum INSA-Meinungstrend über die Haltung der Deutschen zu einem AfD-Verbotsverfahren. Transparent bei einer Demonstration in Berlin: Die Mehrheit der Deutschen lehnt ein Verbotsverfahren gegen die AfD ab. Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
Schild mit durchgestrichenem AfD-Logo, aufgenommen bei einer Kundgebung in Berlin; thematisch zum INSA-Meinungstrend über die Haltung der Deutschen zu einem AfD-Verbotsverfahren. Transparent bei einer Demonstration in Berlin: Die Mehrheit der Deutschen lehnt ein Verbotsverfahren gegen die AfD ab. Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
Transparent bei einer Demonstration in Berlin: Die Mehrheit der Deutschen lehnt ein Verbotsverfahren gegen die AfD ab. Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
Nordrhein-Westfalen
 

Katholischer Jugendverband fordert AfD-Verbot

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend spricht sich für ein Verbotsverfahren gegen die AfD aus. Bereits zuvor hatte der Verband Politiker der Partei von der Sternsingeraktion ausgeschlossen.
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DÜSSELDORF. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat sich auf seiner Landesversammlung in Düsseldorf einstimmig für ein AfD-Verbotsverfahren ausgesprochen und sich der Initiative „AfD-Verbot jetzt!“ angeschlossen. Zur Begründung verweist der Verband auf angebliche „fortwährende Angriffe“ der AfD auf Demokratie und Menschenwürde.

Wörtlich erklärte die BDKJ-NRW-Landesvorsitzende Annika Jülich: „Wir sind eine engagierte, bunte und demokratische Jugend und setzen uns für eine gute Gesellschaft für alle ein. Also für das genaue Gegenteil von dem, was die AfD möchte.“ In der Vergangenheit hatte die AfD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag versucht, die Finanzierung der Jugendverbandsarbeit zu hinterfragen. Die neu gewählte Landesvorsitzende Katharina Kube betonte: „Es geht dabei nicht nur um uns. Es geht darum, daß Kinder sicher aufwachsen können – unabhängig von Herkunft oder Paß. Demokratie und Menschenwürde sind nicht verhandelbar.“

Sternsinger sollten keine AfD-Politiker besuchen

Bereits 2024 hatte der BDKJ bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Damals beschloß der Dachverband auf seiner Hauptversammlung im ostwestfälischen Hardehausen, daß Jugendliche im Rahmen der Sternsingeraktion keine AfD-Politiker besuchen sollen – auch dann nicht, wenn diese gewählte Mandatsträger sind. Zur Begründung hieß es, man setze sich „entschieden gegen jede Form von Rassismus, Misogynie, Haß und Rechtsextremismus“ ein, was sich auch beim Sternsingen zeigen solle.

Die Sternsingeraktion, die gemeinsam mit dem Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ getragen wird, gehört seit 2015 zum immateriellen Kulturerbe der Unesco in Deutschland. Die deutschen Bischöfe hatten sich ebenfalls klar positioniert und in einer Erklärung mit dem Titel „Völkischer Nationalismus und Christentum sind unvereinbar“ die AfD als für Christen nicht wählbar bezeichnet.

Neben der parteipolitischen Positionierung fordert der BDKJ einen Rechtsanspruch auf auskömmliche Förderung für jeden geschlossenen Freiwilligendienstvertrag. Zudem solle der Bundespräsident künftig alle Schulabgänger anschreiben und für einen Freiwilligendienst werben, um die Zahl der Teilnehmer „mindestens zu verdoppeln“. Der BDKJ ist der Dachverband von 17 katholischen Kinder- und Jugendverbänden mit eigenen Angaben zufolge 660.000 Mitgliedern. Er versteht sich als Interessenvertretung in Kirche, Staat und Gesellschaft und engagiert sich insbesondere für die staatliche Förderung seiner Strukturen. (rr)

Transparent bei einer Demonstration in Berlin: Die Mehrheit der Deutschen lehnt ein Verbotsverfahren gegen die AfD ab. Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
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