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Grieche weiter in Untersuchungshaft: Justiz verschweigt Namen des mutmaßlichen Totschlägers aus dem Regionalzug

Grieche weiter in Untersuchungshaft: Justiz verschweigt Namen des mutmaßlichen Totschlägers aus dem Regionalzug

Grieche weiter in Untersuchungshaft: Justiz verschweigt Namen des mutmaßlichen Totschlägers aus dem Regionalzug

Name. Am Anhalter Bahnhof erinnert ein Text an den getöteten Schaffner "Serkan C." Nach dem Angriff auf den Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Der Täter schweigt. Foto: picture alliance/dpa | Benedikt von Imhoff
Name. Am Anhalter Bahnhof erinnert ein Text an den getöteten Schaffner "Serkan C." Nach dem Angriff auf den Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Der Täter schweigt. Foto: picture alliance/dpa | Benedikt von Imhoff
Am Anhalter Bahnhof erinnert ein Text an den getöteten Zugbegleiter „Serkan C.“ Nach dem Angriff auf den Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Der Täter schweigt. Foto: picture alliance/dpa | Benedikt von Imhoff
Grieche weiter in Untersuchungshaft
 

Justiz verschweigt Namen des mutmaßlichen Totschlägers aus dem Regionalzug

Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter bei Kaiserslautern sitzt ein 26jähriger Grieche in Untersuchungshaft. Doch die Behörden nennen nicht einmal seinen Vornamen und erklären nun warum.
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KAISERSLAUTERN. Nach dem tödlichen Angriff auf einen Zugbegleiter in einer Regionalbahn bei Kaiserslautern sitzt ein 26jähriger weiterhin in Untersuchungshaft. Die Ermittler äußern sich bislang nicht zur Identität des Beschuldigten und verweisen auf rechtliche Gründe. Der Mann soll Anfang Februar den 36jährigen Bahnmitarbeiter Serkan C. bei einer Fahrkartenkontrolle angegriffen haben (die JF berichtete).

Nach Angaben der Ermittler schlug der Verdächtige dem Zugbegleiter mehrfach gegen den Kopf. Das Opfer verlor das Bewusstsein und starb später im Krankenhaus an einer Hirnblutung.

Die Staatsanwaltschaft Zweibrücken bestätigte lediglich, dass es sich um einen 26jährigen griechischen Staatsbürger handelt, der in Luxemburg lebt. Gegen ihn wird wegen Totschlags ermittelt. Der Beschuldigte sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft. Warum die Behörden den Namen nicht nennen, erklärte nun der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Felix Huth. Die Veröffentlichung des Namens stelle im Ermittlungsverfahren einen „schwerwiegenden Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht“ dar. Zudem gelte die Unschuldsvermutung. Auch der Anspruch auf ein faires Verfahren dürfe nicht beeinträchtigt werden.

Name würde Täter identifizierbar machen

Selbst die Nennung des Vornamens könne problematisch sein. Wegen der griechischen Staatsangehörigkeit und eines seltenen griechischen Vornamens bestehe eine „besondere Identifizierungswahrscheinlichkeit“, erklärte Huth. Zudem bestünde das Risiko einer Vorverurteilung.

Bereits kurz nach der Tat hatten einzelne Medien einen abgekürzten Namen des Beschuldigten veröffentlicht. In sozialen Netzwerken kursierten zudem falsche Angaben über seine Identität und Herkunft. Der mutmaßliche Täter war wenige Stunden vor der Tat bereits auffällig geworden. Bundespolizisten hatten den 26jährigen am Vormittag in Kaiserslautern aus einem aus Frankreich kommenden TGV geholt, nachdem er im Zug gegen eine Tür getreten hatte. (rr)

Am Anhalter Bahnhof erinnert ein Text an den getöteten Zugbegleiter „Serkan C.“ Nach dem Angriff auf den Zugbegleiter bei einer Ticketkontrolle in Rheinland-Pfalz ist der Mann nach Angaben der Deutschen Bahn an seinen Verletzungen gestorben. Der Täter schweigt. Foto: picture alliance/dpa | Benedikt von Imhoff
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