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Tankstellen-Ärger: Die Politik, die hohen Spritpreise und wie man jetzt spart

Tankstellen-Ärger: Die Politik, die hohen Spritpreise und wie man jetzt spart

Tankstellen-Ärger: Die Politik, die hohen Spritpreise und wie man jetzt spart

Spritpreis zum Teil deutlich über zwei Euro, hier an einer Tankstelle in Berlin-Charlottenburg.
Spritpreis zum Teil deutlich über zwei Euro, hier an einer Tankstelle in Berlin-Charlottenburg.
Spritpreis zum Teil deutlich über zwei Euro, hier an einer Tankstelle in Berlin-Charlottenburg. Foto: IMAGO / PIC ONE
Tankstellen-Ärger
 

Die Politik, die hohen Spritpreise und wie man jetzt spart

Der Spritpreis explodiert. Nutzen die Mineralölkonzerne den Iran-Krieg, um Kasse zu machen? Heute befasst sich die Ministerpräsidentenkonferenz damit. Politiker fordern Spritpreisbremsen und Strafen. Wann tankt man am günstigsten?
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BERLIN. Nach Recherchen des ADAC ist der Preis für einen Liter Super E10 in einer Woche durchschnittlich um 12,1 Cent gestiegen, der für Diesel sogar um 17,7 Cent. Die Mineralölkonzerne machen für diese kräftigen Preiserhöhungen den Krieg im Nahen Osten und die steigenden Rohölpreise verantwortlich.

Tatsächlich kostete ein Barrel der Sorte Brent am Mittwoch 82 Dollar – elf Dollar mehr als noch am 24. Februar – eine Steigerung um 15,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum stieg der E10-Preis um 6,8 und der Dieselpreis um 10,2 Prozent. Allerdings dürfte der derzeitig an den Tankstellen vorrätige Sprit bereits vor dem Beginn der Iran-Krise eingekauft worden sein, sagen Experten. Die Preiserhöhung wäre also nicht gerechtfertigt.

SPD will Übergewinnsteuer

Der durch zahlreiche Linksextremismus- und Antisemitismus-Skandale (die JF berichtete) angeschlagene Bremer Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) forderte nun gegenüber der Welt eine Übergewinnsteuer für diejenigen Mineralölkonzerne, die die Preise für Benzin und Diesel bereits kurz nach Ausbruch des Krieges anhoben: „Wenn man sieht, wie die Ölkonzerne in Windeseile die Preise erhöht haben, dann besteht schon der Verdacht, dass sie den Krieg ausnutzen, um sich die Taschen vollzumachen.“

Der Sozialdemokrat schloss sich der von vielen anderen Politikern erhobenen Forderung nach einer „Spritpreisbremse“ an. Für diese müssten die Konzerne über „kartell- und steuerrechtliche Mittel“ aufkommen, die die Krise für sich ausnutzten. Bovenschulte will das Thema am heutigen Donnerstag bei der Ministerpräsidenten-Konferenz ansprechen.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte eine Spritpreisbremse zuvor schon abgelehnt: „Das steht nicht auf der Agenda.“

Um 19:45 Uhr ist der Spritpreis am tiefsten

Üblicherweise sind Benzin und Diesel am Morgen stets am teuersten. Der ADAC ermittelte für diese Tageszeit am Mittwoch einen bundesweiten Durchschnittspreis von 2,054 Euro pro Liter Diesel. E10 kostete in der morgendlichen Spitze 1,995 Euro pro Liter. Danach fielen die Preise an den Tankstellen wieder.

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Der ADAC rät, die Spritpreis-Unterschiede im Tagesverlauf zu beachten und die besonders teure Phase zwischen sieben und acht Uhr meiden. Am günstigsten waren Diesel und Benzin um 19:45 Uhr. Da war Diesel 13,3 Cent billiger als am Morgen. Und E10 kostete 12,4 Cent weniger. (fh)

Spritpreis zum Teil deutlich über zwei Euro, hier an einer Tankstelle in Berlin-Charlottenburg. Foto: IMAGO / PIC ONE
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