Anzeige
Anzeige

SPD-Politikerin zuständig: Berliner Rechnungshof warnte vor Mängeln beim Katastrophenschutz

SPD-Politikerin zuständig: Berliner Rechnungshof warnte vor Mängeln beim Katastrophenschutz

SPD-Politikerin zuständig: Berliner Rechnungshof warnte vor Mängeln beim Katastrophenschutz

Nach einem mutmaßlich linksextremen Anschlag fällt im Südwesten Berlins noch bis Donnerstag der Strom aus. Der Berliner Rechnungshof warnte erst vor wenigen Wochen, dass der Senat zu wenig für den Katastrophenschutz unternimmt.
Nach einem mutmaßlich linksextremen Anschlag fällt im Südwesten Berlins noch bis Donnerstag der Strom aus. Der Berliner Rechnungshof warnte erst vor wenigen Wochen, dass der Senat zu wenig für den Katastrophenschutz unternimmt.
Notunterkunft im Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf: Innensenatorin Iris Spranger (SPD, links)) ist in Berlin für den Katastrophenschutz zuständig. Fotos: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow / picture alliance/dpa | Carsten Koall
SPD-Politikerin zuständig
 

Berliner Rechnungshof warnte vor Mängeln beim Katastrophenschutz

Zehntausende Berliner müssen wohl noch mindestens bis Donnerstag warten, ehe die Stromversorgung wiederhergestellt ist. Der Berliner Rechnungshof kritisierte erst vor kurzem, daß der Senat seit Jahren zu wenig für den Katastrophenschutz tut.
Anzeige

BERLIN. 45.000 Haushalte sind betroffen, dazu 2.200 Gewerbeeinheiten: Aufgrund eines mutmaßlich linksextremen Brandanschlags auf eine Kabelbrücke fällt im Südwesten Berlins seit Samstag morgen der Strom aus (JF berichtete). Einige Stadtteile können zwar bereits wieder mit Strom versorgt werden, doch die große Mehrheit der Betroffenen muß voraussichtlich bis Donnerstag warten, ehe die Versorgung wiederhergestellt ist.

Brisanz gewinnt vor diesem Hintergrund eine Untersuchung des Berliner Rechnungshofs zum Katastrophenschutz in der Hauptstadt, die dieser erst vor wenigen Wochen in seinem Jahresbericht 2025 veröffentlichte. „Im Jahr 2021 ist das Katastrophenschutzgesetz vor dem Hintergrund verschiedener Ereignisse wie dem Anschlag vom Breitscheidplatz, dem Stromausfall im Bezirk Treptow-Köpenick und der COVID-19-Pandemie neu gefaßt worden. Drei Jahre danach hat der Rechnungshof geprüft, wie es um die Organisation des landesweiten Katastrophenschutzes bestellt ist“, heißt es darin.

Zuständig ist eine SPD-Politikerin

Die Prüfung habe ein „ernüchterndes Bild“ ergeben, faßt der Rechnungshof seine Erkenntnisse zusammen. So seien die Berliner Katastrophenschutzbehörden „organisatorisch und personell nicht ausreichend auf Katastrophen und Großschadenereignisse vorbereitet“. Zudem würden zentrale Vorgaben des neuen Katastrophenschutzgesetzes nicht erfüllt.

Zuständig für den Katastrophenschutz, insbesondere für die Koordinierung der Vorsorgemaßnahmen, ist die Senatsverwaltung für Inneres. Der Rechnungshof kritisiert in seinem Bericht, der Senatsverwaltung sei es seit Inkrafttreten des Katastrophenschutzgesetzes 2021 nicht gelungen, erforderliche Strukturen und Abläufe sicherzustellen. „Statt gemeinschaftlicher Anstrengungen, Berlin gegenüber den Auswirkungen von Katastrophen widerstandsfähiger zu machen, streiten die Katastrophenschutzbehörden vielfach um Verantwortlichkeiten und Ressourcen“, bemängelt der Rechnungshof. Geleitet wird die Senatsverwaltung für Inneres seit April 2023 von der SPD-Politikerin Iris Spranger. (dh)

Notunterkunft im Bürgersaal im Rathaus Zehlendorf: Innensenatorin Iris Spranger (SPD, links)) ist in Berlin für den Katastrophenschutz zuständig. Fotos: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow / picture alliance/dpa | Carsten Koall
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles