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Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: AfD ist stärkste Kraft bei den unter 30jährigen

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: AfD ist stärkste Kraft bei den unter 30jährigen

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: AfD ist stärkste Kraft bei den unter 30jährigen

Jan Bollinger (AfD), Spitzenkandidat seiner Partei, jubelt neben Alice Weidel (AfD), Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, bei der Wahlparty der AfD. Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey
Jan Bollinger (AfD), Spitzenkandidat seiner Partei, jubelt neben Alice Weidel (AfD), Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, bei der Wahlparty der AfD. Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey
Jan Bollinger (AfD), Spitzenkandidat seiner Partei, jubelt neben Alice Weidel (AfD), Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, bei der Wahlparty der AfD. Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey
Landtagswahl in Rheinland-Pfalz
 

AfD ist stärkste Kraft bei den unter 30jährigen

Junge Wähler setzen auf die AfD, während die CDU bei Älteren klar führt. Besonders schmerzhaft für die SPD: Sie verliert auch in Rheinland-Pfalz massiv an Rückhalt unter Arbeitern.
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MAINZ. Die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz hat deutliche Verschiebungen im Wahlverhalten offenbart. Besonders auffällig: Die AfD hat bei jungen Wählern die stärkste Kraft gestellt, während die CDU vor allem bei älteren Bürgern dominiert hat. Die SPD verliert weiter an Rückhalt. Insbesondere unter Arbeitern. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis erreicht die CDU 31,0 Prozent, die SPD ist auf 25,9 Prozent eingebrochen.

Die AfD kam auf 19,5 Prozent, die Grünen auf 7,9 Prozent. FDP (2,1 Prozent), Freie Wähler (4,2 Prozent) und Linke (4,4 Prozent) sind an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Bei den unter 30jährigen ist die AfD mit 22 Prozent stärkste Kraft geworden. Dahinter folgen SPD (19 Prozent) und Linke (17 Prozent), die dennoch nicht in den Landtag eingezogen ist. CDU (14 Prozent) und Grüne (elf Prozent) bleiben bei jungen Wählern deutlich zurück. Mit zunehmendem Alter verschiebt sich das Bild: In der Gruppe der über 60jährigen kommt die CDU auf 40 Prozent und ist damit klar stärkste Kraft.

So sah die Hochrechnung der ARD kurz vor 20 Uhr aus. Grafik: JF

AfD legt bei Arbeitern zu, Frauen wählen SPD

Besonders brisant ist die Entwicklung bei den Arbeitern. Dort hat die AfD mit 30 Prozent die meisten Stimmen erhalten. Die SPD kommt nur noch auf 26 Prozent, die CDU auf 25 Prozent. Bei der Wahl 2021 hatte die SPD in dieser Gruppe noch 38 Prozent erreicht.

Die CDU dominiert dagegen bei Selbständigen (42 Prozent) und Beamten (43 Prozent). Unter Angestellten liegt die SPD mit 28 Prozent knapp vorn. Beim Wahlverhalten nach Geschlecht zeigt sich: Männer wählen AfD und SPD jeweils zu 24 Prozent, die CDU liegt mit 30 Prozent vorne. Bei Frauen liegt die SPD mit 29 Prozent nahezu gleichauf mit der CDU (30 Prozent).

Insgesamt bestätigen die Daten einen langfristigen Trend: Die SPD verliert weiter ihr klassisches Wählerklientel, während die AfD insbesondere bei jungen und arbeitenden Wählern an Zustimmung gewinnt. Die CDU wiederum stabilisiert sich als Partei der älteren Generationen sowie der Selbständigen und Beamten. (rr)

Jan Bollinger (AfD), Spitzenkandidat seiner Partei, jubelt neben Alice Weidel (AfD), Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, bei der Wahlparty der AfD. Foto: picture alliance/dpa | Thomas Frey
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