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CDU-Chef Armin Laschet und Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock
CDU-Chef Armin Laschet und Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock Fotos: picture alliance / REUTERS | POOL New / Flashpic | Jens Krick / JF-Montage

Umfragewerte
 

Schwarzer Sink- und grüner Höhenflug

BERLIN. Der teils drastische Zustimmungsrückgang für die Union in Umfragen hält weiter an. In der aktuellen Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen für das Politbarometer im ZDF haben CDU und CSU am Freitag einen massiven Einbruch verzeichnet und liegen nur noch fünf Prozentpunkte vor der Grünen, die sich weiter über steigende Werte freuen können.

Die Union kam auf 28 Prozent, was einem Minus von sieben Punkten im Vergleich zur vergangenen Umfrage vor einem Monat entspricht. Die Grünen legen um vier Punkte auf 23 Prozent zu. Die SPD verliert einen Punkt und landete mit 15 Prozent auf Platz drei vor AfD und FDP, die auf zwölf Prozent (plus 2) und neun Prozent (plus 2) kamen. Die Linkspartei stagniert bei sieben Prozent und bleibt auch unter ihrer neuen Führung von Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler schwächste Partei.

Laut dem Politbarometer hätte damit nur eine Schwarz-Grüne Koalition eine Mehrheit, die bisherige Große Koalition dagegen nicht. Auch für eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen sowie für Rot-Rot-Grün würde es nicht reichen. Gleiches gilt für ein Bündnis aus Union, AfD und FDP.

Nur wenige trauen Laschet Kanzleramt zu

Unter den potentiellen Kanzlerkandidaten war CSU-Chef Markus Söder der einzige, dem die Befragten mit 56 Prozent mehrheitlich das Amt zutrauten. Alle anderen Kandidaten hatten höhere Ablehnungs- als Zustimmungswerte. SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz hielten 39 Prozent für kanzlertauglich (nein: 51 Prozent), die Grünen-Chefs Robert Habeck und Annalena Baerbock erhielten 28 Prozent (nein: 55 Prozent) beziehungsweise 25 Prozent (nein: 57 Prozent). Schlußlicht war CDU-Chef Armin Laschet mit 23 Prozent (nein: 65 Prozent).

Mit der neuesten Umfrage hält der Sinkflug der Union somit weiter an, während die Grünen ihren Kampf um die Position als stärkste Kraft fortsetzen. Daß sich die Partei in ihrem Wahlprogramm für mehr Einwanderung, mehr Klimaschutz, mehr Steuern, mehr Umverteilung und mehr Umerziehung einsetzt, scheint ihr dabei nicht zu schaden.

Für die AfD hingegen zeigt sich, daß sich ihre jüngsten Niederlagen und Stimmenverluste bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nicht negativ auf den Bundestrend auswirken. Hier kann sie offenbar, wie die FDP, von der wachsenden Unzufriedenheit der Bürger mit dem Corona-Management der Bundesregierung profitieren. (krk)

CDU-Chef Armin Laschet und Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock Fotos: picture alliance / REUTERS | POOL New / Flashpic | Jens Krick / JF-Montage
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